Mann aus Landkreis Traunstein mit Coronavirus infiziert – BRK mit Schutzanzügen in Siegsdorf im Einsatz

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Die mit dem Coronavirus infizierte Siegsdorfer Familie konnte nach einer rund zweiwöchigen Isolation im Trostberger Krankenhaus jenes nun wieder verlassen. Das Foto entstand am 30. Januar, als das BRK die Familie aus Siegsdorf abgeholt hatte. (Foto: FDL/Lamminger)

Siegsdorf – Ein fünfter Fall des Coronavirus beschäftigt die Rettungskräfte und Behörden in Bayern – diesmal im Landkreis Traunstein. Am Donnerstagabend rückte das BRK mit Schutzanzügen und Atemschutzmasken nach Siegsdorf aus. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums stammt der fünfte Betroffene aus dem Landkreis.


Ein Einheimischer hat sich mit dem neuen Coronavirus aus China infiziert, so die Information gestern Abend aus dem Ministerium. Wie die vier ersten Infizierten ist auch der Mann aus dem Landkreis ein Mitarbeiter der Firma Webasto mit Sitz bei Starnberg.

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Am Abend kam es in Siegsdorf zu einem größeren Einsatz des Rettungsdienstes, der möglicherweise in Zusammenhang mit dem fünften Coronavirus-Fall steht:

Einsatzkräfte des Roten Kreuzes haben nach ersten Informationen mindestens vier Personen – darunter befanden sich auch kleine Kinder – von einem Wohnhaus in Siegsdorf abgeholt und in das Krankenhaus nach Trostberg gebracht. Die Rettungskräfte waren mit Schutzanzügen ausgerüstet und trugen Schutzmasken.

 

Nach aktuellen Informationen wurden die Personen vermutlich über einen Hintereingang des Klinikums auf die Isolierstation gebracht. Im Anschluss wurden die Krankentransportwagen im Innenraum gereinigt.

Es ist noch nicht bestätigt worden, ob der Einsatz am Donnerstagabend in direkter Verbindung mit dem fünften Coronavirus-Fall steht. Bekannt ist bislang nur, dass der betroffene Patient aus dem Landkreis Traunstein stammt. Womöglich handelt es sich um Angehörige des infizierten Mannes.

Das Gesundheitsministerium in München ruft derzeit alle Krankenhäuser in Bayern auf, dass diese sich darauf vorbereiten, Verdachtsfälle und Patienten mit einer bestätigten Infektion aufzunehmen. Bislang wurden bereits 110 Kontaktpersonen der betroffenen Starnberger Firma getestet. Alle Ergebnisse liegen noch nicht vor. Bestätigt wurden bisweilen nur die fünf bekannt gewordenen Fälle.

Weitere Informationen wird das Ministerium am heutigen Freitag veröffentlichen. Außerdem werden die ausstehenden Testergebnisse erwartet.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und berichten, sobald uns Neuigkeiten vorliegen.

Lungenkrankheit verläuft zumeist mild

Ärzte und Experten mahnen angesichts der großen Sorge unter den Bürgern hierzulande zur Ruhe. Bislang verläuft die neuartige Viruserkrankung in den meisten Fällen sehr mild. Die ersten vier infizierten Personen in Bayern »sind weiterhin symptomfrei und in klinisch gutem Zustand«, so der Chefarzt des Münchner Klinikums Schwabing. 

red/FDL

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Foto: FDL/Lamminger
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