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Man will keinen Nachbarschaftsstreit

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Foto: pixabay/Symbolbild

Traunreut – Um einem möglichen Nachbarstreit zu verhindern, hat sich der Bauausschuss darauf verständigt, bei einem geplanten Bauvorhaben an der Kopernikusstraße in Traunreut Sicht- und Lärmschutzvorkehrungen zuzulassen. Der Bauwerber möchte auf einem Grundstück, das an das Franz-Haberlander-Freibad grenzt, ein Doppelhaus mit vier Wohneinheiten errichten. Die Garagengebäude im Osten und im Westen – im Westen ist eine Carport-Garagen-Kombination vorgesehen – sollen ein Flachdach erhalten und größtenteils als Dachterrasse für die im ersten Obergeschoß und Dachgeschoß befindlichen Wohnungen dienen.


Der nördlich angrenzende Nachbar befürchtet jedoch, dass diese Dachterrassen mangels Gartennutzung vor allem in den Sommermonaten auch in den Abend- und Nachtstunden einer »intensiven Freizeitgestaltung« dienen werden und somit mit einer Lärmbelästigung zu rechnen sei. Seine Befürchtungen äußerte er in einem Schreiben an die Stadtverwaltung im Zuge der in der Sitzung behandelten Änderung des Bebauungsplanes »Gebiet zwischen Jahn-, Kopernikusstraße und Traunring« zugunsten des geplanten Doppelhauses.

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Um den Einwänden des Nachbarn Rechnung zu tragen, musste der Bauausschuss nach einer Lösung suchen. Man einigte sich einstimmig darauf, hinsichtlich der Einwände des nördlich angrenzenden Nachbars Sicht- und Lärmschutzvorkehrungen zuzulassen und genehmigte auch die beantragten Änderungen.

Wie den aktuellen Plänen des Bauwerbers zu entnehmen ist, ist bei den Dachterrassen bereits ein filigraner Sichtschutz (Milchglas) berücksichtigt, von dem sich jetzt der nördliche Nachbar auch einen gewissen Lärmschutz verspricht. Er wolle das Bauvorhaben als solches nicht verhindern aber einen gewissen Lärm- und Sichtschutz sicherstellen«, sagte er dem Traunsteiner Tagblatt. Mit der jetzigen Lösung, die noch vom Stadtrat abgesegnet werden muss, könne er gut leben.

Ebenfalls das letzte Wort hat der Stadtrat bezüglich des laufenden Änderungsverfahrens beim Bebauungsplan »Gewerbegebiet Äugelwald« um die südlich und nordwestlich der alten Kreisstraße TS 49 gelegenen Grundstücke und Teilflächen. Der Bauausschuss hat die letzten Empfehlungen der Behörden und der Öffentlichkeit abgesegnet und schlägt dem Stadtrat den Satzungsbeschluss vor.

Nicht mehr in den Stadtrat müssen folgende Angelegenheiten, die alle einstimmig gebilligt worden sind. Den Auftrag für die Pflege der Ökokonto- und Brachflächen der Stadt Traunreut für die Jahre 2018 bis 2021 soll die Maschinenring Traunstein GmbH erhalten. Die Maschinen- und Betriebshilfsring-Tochter hat ein Angebot von 100 8000 Euro vorgelegt und liegt damit um rund 28 000 Euro unter der Kostenschätzung. Der Zweitbieter hätte über 8000 Euro mehr verlangt.

Den Auftrag für eine PV-Anlage mit Speicher auf einem Hallengebäude des städtischen Bauhofes soll die Firma ABEL ReTec GmbH& Co. KG. in Engelsberg erhalten. Das Kostenangebot beläuft sich auf knapp 151 000 Euro. Nach Angaben der Bauhofleitung fallen für den Umbau der Dachaufbauten zusätzlich 4000 Euro an.

Abgesegnet wurde auch eine Reihe von Änderungen, die sich im Zuge des Um- und Ausbaus des KFA-Cityhauses ergeben haben. Wie mehrfach berichtet, entstehen in dem Geschäftshaus Wohnungen und Arztpraxen. Die Änderungen betreffen unter anderem die Aufteilungen der Wohnungen. ga