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»Man sieht nur schöne Sachen«

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Faszinierend zum Zuschauen war auch dieser Schmied bei seiner Arbeit. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Der Waginger Handwerker- und Bauernmarkt war erneut ein gewaltiger Erfolg. Schon von Beginn an strömten die Besucher in Massen herbei, am Nachmittag war stellenweise kaum mehr ein Durchkommen auf den Straßen, die links und rechts eng gesäumt waren von Ständen mit attraktiven Angeboten. Ein echter Hingucker waren die historischen Handwerker auf dem Gelände der Tourist-Info: Schreiner, Schmied, Perlensticker und Weber waren da am Arbeiten, und vielerlei Handarbeitskünste wurden gezeigt.


Aber auch Handwerker wie Besenbinder, Korbflechter und ein weiterer Schmied waren vertreten. Ortsbäuerinnen aus dem Gebiet rund um den Waginger See boten Bavesen, Almnussen und Apfelkücherln an. Am anderen Ende der Marktstraße sorgten die Kuchenbäuerinnen vom Bauernmarkt mit Gebäck für die zahlreichen Gäste.

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Bei dem enormen Andrang, dem mehr als reichhaltigen Angebot und dem interessanten Programm war es kein Wunder, dass Marktorganisator Heinrich Thaler am Montagmorgen bester Laune war. »Es hat sich wieder gezeigt, dass das Konzept bei den Menschen ankommt – auch überregional.« Es sei schier unglaublich, von woher die Leute zu diesem Handwerker- und Bauernmarkt nach Waging kommen.

Die Attraktivität des Marktes sei nicht zuletzt der Auswahl der Produkte geschuldet, wie Thaler aus 19-jähriger Erfahrung weiß: »Man sieht nur schöne Sachen«, sagte er, nicht die Allerweltswaren manch anderer Märkte. Und dies honorierten Besucher wie Anbieter. So sei die Vielfalt der Waren größer gewesen als sonst. Auch die Handwerker hätten den Markt bereichert.

Obst und Gemüse, Marmeladen und Schnäpse fanden sich ebenso wie eine überaus vielfältige Auswahl an Deko-Artikeln, auch schon für den Advent. Da gab es Gestecke und Kränze, Zierat aus Holz und anderen Materialien, Kerzen, Keramik, Vogelhäuschen und vieles mehr. Auch mit warmen Stricksachen konnte man sich eindecken. Auch die Anbieter des Bauernmarkts verkauften ihre frischen Waren. Und an etlichen Ständen wurden Artikel angeboten, die sozialen Zwecken zugutekamen: So war etwa der Orgelförderverein Wonneberg mit seinem Bosna-Verkauf überaus erfolgreich.

Zusätzlich gab es allerlei Unterhaltsames, etwa die kleinen Waginger Trachtler mit ihren Tänzen, die Ottinger Einradfahrer, die Waginger Musikkapelle, ein volksmusikalisches Trio am Wildbret-Stand und die Moritatensänger unter Leitung von Volksmusikpfleger Erich Schusser. Stets waren er und sein Team umlagert von eifrigen Sängern. Und dann gestaltet er auch immer noch die halbe Stunde in der Kirche, eine Zeit des Rückzugs aus dem Markttrubel, bei der unter seiner Leitung alte geistliche Lieder gesungen werden, und bei der er immer aufruft zum Gedenken an alle Verstorbenen, besonders aber an Sepp Daxenberger, dem zum Gedenken dieses Singen erstmals stattgefunden hatte. he