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Mammut-Bilderschau

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Petting. Mit einer Mammut-Bilderschau von über 500 Bildern unterhielt Friedl Schuster die Pettinger Gartler bei deren Frühjahrsversammlung beim Unterwirt. Vorsitzende Elvira Kraller berichtete dabei über sechs Neuaufnahmen. In einer Rückschau erinnerte sie an einige Höhepunkte des abgelaufenen Jahres. Bei der Jahreshauptversammlung hatte Hans Gschirr über Spaliere an Haus und Garten gesprochen. Der Gartenbauverein habe mit einem Stand an der Ausstellung in Lampoding teilgenommen und auch am Weihnachtsmarkt in Hellbrunn.


In seinem Grußwort sagte Bürgermeister Karl Lanzinger, der Gartenbauverein sei ein sehr lebendiger Verein, was sowohl die Mitgliederzahlen als auch der volle Saal belegten. Ein weiterer Beweis seien die immer gut organisierten Veranstaltungen und die Teilnahmen bei vielerlei Anlässen in der Gemeinde. Mit einem »Doats' weida so«, ermunterte er die Gartler und meinte, dank des Vereins wüssten Einheimische und Besucher, wie schön es in Oberbayern ausschaut.

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Dann zeigte Friedl Schuster, was es bei »uns dahoam« für Schätze für Auge und Seele gebe. In bunter Reihenfolge zeigte Schuster Blumen, schön geschnitzte Haustüren, ganze Gartenanlagen, mit Pflanzen und Blumen überwachsene Balkone und Häuser. Der heutige Zeitgeist der Schnelllebigkeit sei der Totengräber der heimischen Kultur, denn er lasse Gemütlichkeit und Geselligkeit kaum noch zu.

Gartler sollten aber auch die fleißigen, kostenlosen Helfer, wie Bienen und Insekten nicht vergessen in einem lebendigen Garten. Schuster prangerte auch das »Ausgras´n« im Frühling an, durch das jegliche natürliche Keimung verhindert werde. »Die Natur macht's vor, dort wo der Mensch ned gschaftlt, do haut's hin. Schaut euch eine natürliche Bergwiese an, da gibt es Multikulti in Vollendung«.

In der folgenden Pause wurden die Lose, von denen jedes ein Gewinner war, verkauft. Danach berichtete Schriftführerin Irmgard Mayer von Gärten von Mitgliedern und den Aktivitäten des Vereins, wie der Teilnahme an der Gartenschau in der Lodronhalle in Lampoding. Der Verein hatte mehrere Ausflüge, darunter nach Österreich und München unternommen. Auch in der Pettinger Schule hatte sich der Verein vorgestellt und den Schülern das Garteln näher gebracht. Bei Elvira Kraller habe es Bastel-Gelegenheiten für Kinder und Jugendliche gegeben, wobei unter anderem Insekten-Hotels gefertigt wurden. Die Kinder seien »mit vollem Eifer« dabei gewesen, ließ Mayer wissen.

Kassierin Renate Öllerer gab Auskunft über die finanziellen Belange des Vereins. Dann würdigte Kraller ihre Vorstandschaft, den Referenten Friedl Schuster und alle, die sie so tatkräftig unterstützt hatten. Kraller wies auch auf die ausliegenden Blätter hin, mit denen auf die Gefahren der grünen Gentechnik und die beinahe Monopolstellung der sechs großen Chemie-Konzerne hingewiesen wurde. Schon jetzt kontrollierten diese etwa 74 Prozent des gesamten weltweiten Saatgutmarktes. Monsanto alleine habe 27 Prozent dieses Marktes vereinnahmt.

Der Wahlspruch des Chemieriesen »Nichts soll wachsen, das nicht uns gehört« bekomme da eine gruselige Bedeutung. Dabei sei angesichts der Verflechtungen vieler Firmen oft nicht zu erkennen, von wem das verwendete Saatgut eigentlich stammt. Abschließend brachten Mitglieder die über 300 Preise der Tombola an die Tische der Gewinner. Die Zeit, die das in Anspruch nahm, nutzten die Mitglieder zu geselligen Gesprächen. al