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»Mallorca geht eigentlich immer«

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Pfingsten ist Urlaubszeit: Besonders gerne reisen Urlauber nach Kroatien (unser Bild), Italien, Spanien oder nach Griechenland. (Foto: Reiter)

Sonne, Strand und Meer – das wünschen sich Urlauber. Vor allem jetzt, wo die Wetterprognosen für die Pfingstferien daheim alles andere als erfreulich sind. Wir haben bei Reisebüros nachgefragt, was heuer die Lieblingsziele sind. Außerdem wollten wir wissen, ob auch kurzfristig noch Plätze frei sind, um dem regnerischen Wetter hier zu entkommen.


»Die beliebtesten Ziele zu Pfingsten sind Griechenland, Kroatien und Spanien«, sagt Anna Marx, die Chefin des gleichnamigen Reiseunternehmens. Vergangenes Jahr habe man gemerkt, »dass Griechenland weniger gebucht wurde aufgrund der Streiks und Demos dort.« Doch heuer laufe es wieder ganz normal. Das trifft nicht auf zwei Ziele in Afrika zu. Deutlich weniger Urlauber als sonst würden derzeit nach Ägypten oder Tunesien wollen. Grund sei die politische Situation, sagt Anna Marx.

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Die Pfingstferien und die Sommerferien seien grundsätzlich die Wochen im Jahr, in denen die meisten Leute in den Urlaub fahren. Die Reiseunternehmerin merkt deutlich, dass durch die schlechten Wetterprognosen verstärkt Kunden kommen, die noch kurzfristig weg wollen. »Es gibt noch einiges, vor allem in Italien und Kroatien.« Hier mache es auch keinen Unterschied, ob man mit dem Bus fahren oder mit dem Flieger in den Urlaub starten wolle. »Beim Fliegen muss man allerdings flexibler mit dem Abreisedatum sein, denn es kann durchaus sein, dass ein Flugzeug schon voll ist.« Sie persönlich würde in den Pfingstferien Rovinj (Kroatien) oder einen Kurztrip nach Mallorca empfehlen. »Dort ist es einfach immer schön«, betont Anna Marx.

Gisela Fürmann von Ticket Easy fällt heuer auf, dass viele Urlauber an Pfingsten selbst anreisen und im Reisebüro ein Hotel, Appartement oder ein Mobilheim auf einem Campingplatz gebucht haben. Beliebte Ziele seien Italien und Kroatien. Reisende müssen sich hier auf lange Staus einstellen, vor allem, wenn sie über die Tauernautobahn in Richtung Slowenien oder Kroatien wollen. Denn dort wird an mehreren Stellen gebaut. Und auch auf der Inntalautobahn muss aufgrund des starken Verkehrsaufkommens mit Behinderungen gerechnet werden, auch wenn Alexander Holzedl von der Asfinag (österreichische Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft) betont: »Trotz einiger Baustellen werden immer zwei Fahrstreifen in eine Richtung offen bleiben.« Als Hotspots bezeichnet er die Mautstellen, aber auch hier sei man vorbereitet. An der größten Mautstelle Österreichs (Schönberg) an der Brennerautobahn seien zu Pfingsten alle 26 Spuren geöffnet. »So können wir in eine Richtung 3000 Fahrzeuge pro Stunde abfertigen.« Trotzdem rät Alexander Holzedl, sich die Mauttickets am besten schon vor Reiseantritt im Internet oder über die Asfinag-App zu besorgen. »Damit kann dann die Videospur genutzt werden, das geht deutlich schneller.« Grundsätzlich sollten Reisende Geduld mitbringen und genug Abstand zum Vordermann halten, »damit nichts passiert«.

In dieser Hinsicht haben es Urlauber, die einen Flug gebucht haben, besser. »Sehr gut liefen heuer Reisen nach Mallorca, in die Türkei oder nach Griechenland«, sagt Büroleiterin Gisela Fürmann von Ticket Easy. Vereinzelt gebe es noch Plätze für Reisen in die Türkei – »dort ist es gerade 27 bis 30 Grad warm, also ein tolles Ziel« – oder beispielsweise nach Kalabrien oder auf die Insel Kreta.

Wer aufgrund des Wetters also spontan doch noch in den Urlaub fliegen will, sollte flexibel sein. Nicht nur, was das Ziel betrifft, sondern auch in Bezug auf die Wahl des Flughafens. »Wer nicht nur Salzburg, sondern auch Linz und München nimmt, der bekommt auch jetzt noch etwas für die Pfingstferien«, sagt Gisela Fürmann. »Mallorca ist von den Flügen her sehr gut frequentiert. Da geht immer was.« KR