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Maler wollen gegen »schwarze Schafe« vorgehen

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Traunstein. Die Maler- und Lackiererinnung Traunstein ärgert sich über Gewerbetreibende und Firmen, die nicht gesetzeskonform Tätigkeiten übernehmen, die rechtlich gesehen den in der Handwerksrolle eingetragenen Meisterbetrieben vorbehalten bleiben. Man wolle sich hier Wettbewerbsverzerrungen nicht mehr gefallen lassen, machte Obermeister Günther Sonderhauser bei der Hauptversammlung deutlich.


Der Obermeister berichtete, dass die Löhne für Gesellen zum 1. März deutlich angehoben wurden, was für die Betriebe eine Herausforderung sei. Im vergangenen Jahr habe man mehrere Schulungen abgehalten, in denen man auch mit der Innung des Berchtesgadener Landes kooperiert habe.

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Prüfungsvorsitzender Tobias Drexler wies darauf hin, dass gestiegene Kosten bei der Gesellenprüfung eine stärkere finanzielle Beteiligung der Betriebe, die Auszubildende zur Prüfung schicken, erforderlich machten. Man wolle aber an der Prüfung in Traunstein im Bildungszentrum festhalten.

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Traunstein-Berchtesgadener Land, Gerhard Wittenzellner legte die Jahresrechnung 2013 vor, die geordnete Verhältnisse der Innung aufzeigte. Der Haushaltsplan 2014 wurde ohne Gegenstimmen verabschiedet.

Einig war man sich, dass man an der Tradition des Abhaltens einer Freisprechungsfeier für junge Gesellen festhalten wolle, die Gestaltung aber mehr dem jungen Alter der Freizusprechenden anpassen wolle. Gerade in diesem Jahr würden in beiden Gewerken außerordentlich viele Auszubildende ihre Gesellenprüfung ablegen.

Rechtsanwalt Klaus Sporer ging in seinem Fachvortrag auf die Thematik »Schwarzarbeit« ein, und gab den Innungsmitgliedern Tipps zur wirksamen Bekämpfung der »schwarzen Schafe«. Gerade die Handwerksordnung wie auch im Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung gebe es klare Regularien. Trotzdem sei es oft ein »stumpfes Schwert«, Anzeigen würden oft nur zögerlich behandelt.

Die Innung moniert seit längerem fachspezifische Malerarbeiten, die von Hausmeisterservicefirmen und Holz- und Bautenschützer ausgeführt würden. Daneben ist auch die Schwarzarbeit im Malergewerbe ein Ärgernis. Die Innung wolle dieses Thema öffentlich machen, betonte Obermeister Sonderhauser. awi