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Maimarkt wegen Dauerregens nur »auf Sparflamme«

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Waltraud Bauer vom Gartenbauverein bastelte beim Maimarkt am Überseer Naturpavillon mit den Kindern. (Foto: vom Dorp)

Übersee. Der Naturpavillon in Übersee hat seinen Winterschlaf beendet. Zum Saisonstart lockten nicht nur die Angebote des Maimarktes, sondern auch wieder eine neue Ausstellung mit dem Titel »Die unendliche Geschichte des Mülls«.


Der Dauerregen und kühle Temperaturen waren Schuld, dass der Maimarkt am Naturpavillon heuer nur mit halber Kraft ablaufen konnte. Etliche Standlbetreiber hatten abgesagt, und auch der beliebte Kinderflohmarkt und der angekündigte Besuch der Jugendblaskapelle fielen buchstäblich ins Wasser. Dennoch waren die verbliebenen Händler, die sich unter das Dach des Naturpavillons geflüchtet hatten, mit dem Umsatz nicht unzufrieden.

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Auch die treuen Marktbesucher genossen wieder die unverwechselbare Atmosphäre des kleinen, aber feinen Marktes. Ins Gebäude geflüchtet hatte sich Waltraud Bauer vom Gartenbauverein, die mit vielen Kindern Muttertagsgeschenke bastelte. Für das leibliche Wohl sorgten der gemeindliche Kindergarten Zellerpark mit einem großen Kuchenbuffet und der Feldwieser Trachtenverein mit einem reich bestückten Buffet. Die Ausstellung »Die unendliche Geschichte des Mülls«, für die beim Maimarkt der Startschuss fiel, ist bis Ende Juli zu sehen. »Müll ist kein schönes, aber ein wichtiges Thema unserer Zeit«, sagt die Leiterin des Naturpavillons, Martina Mitterer.

Dabei sei Abfall keineswegs nur ein aktuelles Problem. Wie in der Ausstellung zu erfahren ist, sammelten sich bereits vor tausenden von Jahren Knochenreste, gebrochene Mahlsteine oder Scherbenreste in der steinzeitlichen Abfallgrube.

Eine dramatische Wende begann, wie es die Ausstellung zeigt, mit der Herstellung des ersten Kunststoffes Polyethylen in den dreißiger Jahren. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat es die Menschheit anschließend geschafft, Mutter Erde in einen »Plastikplaneten« zu verwandeln. Die Ausstellung schärft nicht nur das Bewusstsein für diese Problematik, sondern zeigt auch Möglichkeiten, damit umzugehen.

Die Ausstellung im Naturpavillon ist von Dienstag bis Samstag von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. Gruppen und Schulklassen können auch vormittags mit Martina Mitterer einen Termin ausmachen. bvd

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