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Maibaum bei Sonnenschein aufgestellt

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Eine schweißtreibende Angelegenheit war es für die St.-Leonharder-Burschen, ihren neuen Maibaum aufzustellen. (Foto: H. Eder)

Wonneberg. Gesprächsthema Nummer eins all derer, die zum Maibaumaufstellen nach St. Leonhard gekommen waren, war das Wetter: Allen Vorhersagen zum Trotz war den Leonharder Burschen Traumwetter beschert. So stand einem fröhlichen Nachmittag nichts im Wege, und am Ende des Nachmittags stand der 37 Meter hohe Baum in der Senkrechten. Er ziert nun für die nächsten Jahre wieder den Platz vor der Wirtschaft.


Zuvor aber mussten die Burschen ihren Maibaum bei den Dieben aus Palling auslösen. Der von Heinrich Zeiser aus Voitswinkl gespendete Baum lag nämlich noch im Wald, als er gestohlen wurde. Und das sei ganz und gar nicht in Ordnung, entspreche nicht dem Brauch, finden sie. Ganz anders sahen dies die Diebe, die den Baum nur gegen Auslöse herausrücken wollten.

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Nach kurzer Überlegung in St. Leonhard, ob man nicht einfach einen neuen Baum schneiden sollte, wählte man doch die weniger arbeitsintensive, wenngleich teurere Variante: Es wurde »a bisserl a Bier« – genauere Zahlen gab es offiziell nicht – an die Pallinger bezahlt – und der Baum kam rechtzeitig wieder nach St. Leonhard – in Weiß-Blau bemalt, mit Bäumchen an der Spitze, mit Gemeindewappen und Zunftzeichen. Hias Mader zog mit zwei Rössern den 37 Meter langen Baum auf den Platz, wo er aufgestellt werden sollte, und dann begann unter Leitung von Zimmerermeister Tom Sollacher das Aufstellen. Die Schweiberln wurden punktgenau immer wieder versetzt und Ruck für Ruck wurde der Baum in die Höhe gewuchtet. Der eine oder andere Schluck Bier und manches Musikstück der Blaskapelle St. Leonhard unterstützten die schweißtreibende Aktion – denn die Sonne strahlte meist kräftig.

Auch der neue Bürgermeister Martin Fenninger strahlte – einen schöneren Einstieg in sein Amt hätte er sich gar nicht wünschen können, schwärmte er. he