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»Mahn und zsammheing wia in oide Zeiten«

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Gekleidet wie anno dazumal waren diese drei Helfer beim Heuhiefen. (Foto: Mix)

Traunreut – Der Bulldogverein »Ziag o« traf mit seinem historischen Grünlandtag im Rahmen des diesjährigen Bulldogtreffens den Geschmack des Publikums voll und ganz. Auf der Wiese hinter dem Lehnerhof bei Neudorf wurde vor zahlreichen Zuschauern mit alten Landmaschinen das Gras zuerst gemäht und dann gewendet. Wie früher wurde es anschließend auf Hiefen zum Trocknen aufgerichtet. Vereinsvorsitzender Hans Irlacher strahlte gestern Nachmittag übers ganze Gesicht und war mit der Veranstaltung mehr als zufrieden.


Teisendorfer gewinnen Meistpreis

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Auch zum siebten Bulldogtreffen des Vereins »Ziag o« waren Freunde der alten Gefährte aus allen Richtungen gekommen. Insgesamt wurden 238 Bulldogs gezählt, darunter allein 66 vom ausrichtenden Verein, der alles mobil machte, was vorhanden ist. 108 der gemeldeten Bulldogs stammten von Fahrern, die in 25 Vereinen organisiert sind. Und auch Besucher aus dem benachbarten Österreich waren dabei.

Den Meistpreis sicherte sich mit zwölf Teilnehmern der Bulldogverein Teisendorf. Knapp dahinter lagen die Bulldogfreunde Kammer/Rettenbach und »Los ned aus« aus Truchtlaching mit jeweils elf Gefährten auf dem zweiten Platz.

Den Weitpreis für die längste Anreise bekam Josef Schiller aus Vilsbiburg, der 85 Kilometer zurücklegte. Und für den ausrichtenden Verein »Ziag o« gab es auch gleich noch Zuwachs durch Neuaufnahmen. Mit derzeit 97 Vereinsmitgliedern, darunter auch zwei junge Damen, kommt der Verein seinem Ziel, der 100-Mitglieder-Marke, immer näher.

Vorsitzender Hans Irlacher zeigte sich ganz begeistert von dem schönen und rundum gelungenen Tag: »Einfach super, es hätte nicht besser sein können.« Das Wetter habe erneut bestens mitgespielt und das Programm komme bei den Zuschauern sehr gut an. »Die jungen Leute heutzutage wissen doch gar nicht mehr, wie hart die Arbeit in der Landwirtschaft früher war. Das war vor allem Handarbeit und viel Plackerei.«

Wie schwierig es damals war, zeigte sich beim Mähen mit den alten Mähbalken. Es ging nur sehr langsam vorwärts und immer wieder mal verstopfte das lange Gras den Balken. Großen Spaß hatten eine ganze Reihe Kinder dann, als das Gras zum Trocknen auf Hiefen aufgehängt wurde. Obwohl sie so etwas wahrscheinlich noch nie gemacht oder gesehen haben, halfen sie eifrig mit. »Es ist halt einfach schön, wenn man den Leuten eine Freude machen kann«, lautete der Kommentar von Hans Irlacher. Nach seinen Worten soll der zweijährige Rhythmus des Bulldogtreffens auch künftig beibehalten werden und es soll auch immer mit den alten Landmaschinen auf irgendeine Art und Weise gearbeitet werden, damit die Besucher erleben, wie es früher zuging. Als ideal bezeichnete der Vorstand das Gelände zwischen Hörpolding und Neudorf, wo keine Nachbarn durch den Lärm gestört werden und ausreichend Platz für alle Fahrzeuge und Besucher ist. Für die kleinsten Gäste waren Riesenbauklötze zum Spielen da. Moritz Holzner unterhielt bestens mit seiner Ziach und Alfred Mitterer sorgte für die Verpflegung. Ein großes Kuchenbuffet hatten die Frauen der Vereinsmitglieder wie üblich zusammengestellt. mix