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Märkte Thema im Hauptausschuss

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Marktstände auf dem Karl-Theodor-Platz in Traunstein
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Viele Flächen blieben beim Markt auf dem Karl-Theodor-Platz am Lindl-Sonntag leer.

Traunstein. Mit den Jahrmarktveranstaltungen rund um den Lindl- und Blattlsonntag in Traunstein befasste sich der Hauptausschuss des Traunsteiner Stadtrates. Generell herrschte die Meinung: Es muss etwas verändert werden.


Zuletzt gab es immer wieder Probleme mit den Märkten, so beim Markt am Lindl-Sonntag auf dem Karl-Theodor-Platz. Aufgrund des schlechten Wetters blieben zahlreiche Fieranten fern, sodass auf dem Marktgelände große Lücken entstanden. Zudem war die Zufahrt zur Rathaus-Tiefgarage nicht möglich (wir berichteten).

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In der Sitzung machte Oberbürgermeister Manfred Kösterke auf das Problem der Jahrmärkte aufmerksam. Er verdeutlichte in diesem Zusammenhang, dass die Stadt die Märkte brauche, um einen verkaufsoffenen Sonntag genehmigen zu können. Zum Augustmarkt sagte Kösterke, gebe es einen Beschluss, dass dieser nun erstmals vom Karl-Theodor-Platz auf den Stadtplatz verlegt wird.

Von einem »Trauerspiel« sprach Waltraud Wiesholler-Niederlöhner .Sie bemängelte, dass der Markt kein attraktives Angebot und keine attraktive Aufstellung mehr habe. Besonders ärgerte sie sich auch darüber, dass »die Stadt zugeparkt« und die Rathaus-Tiefgarage nicht benutzbar war, und forderte, diese für künftige Veranstaltungen erreichbar zu machen. Dieser Meinung schloss sich auch Ernst Haider an, der sich zudem dafür aussprach, die Marktreihen zu reduzieren und auf dem Karl-Theodor-Platz weitere Parkreihen für die Besucher zu schaffen. Auch setzte er sich dafür ein, den Markt durch ein weiteres Angebot attraktiver zu gestalten: So könnten zum Beispiel Vereine oder Verbände sich und ihre Dienstleistungen vorstellen und anbieten. Diesem Vorschlag stimmte der Ausschuss einhellig zu.

Ein großes Problem bei dem Markt am Lindl-Sonntag war das Fernbleiben der Fieranten. Bisher wurden die Plätze numerisch vergeben, wodurch – wie am Lindl-Sonntag – die Lücken entstanden, wie Manfred Bulka, Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung, mitteilte. Als zusätzliche Schwierigkeit sah er, dass es Terminüberschneidungen mit anderen Märkten gab. Problematisch ist auch, dass die Standgebühren erst am Veranstaltungstag gezahlt werden müssen (marktrechtlich vorgeschrieben), sodass viele Marktbeschicker spontan entscheiden, ob sie kommen oder nicht. Um die Lücken zwischen den Ständen zu vermeiden, einigte sich der Hauptausschuss darauf, dass es keine festen Platzzusagen mehr geben soll, sondern die Fieranten künftig nach Zeitpunkt der Ankunft ihre Plätze zugewiesen bekommen, sodass ein kompakteres Erscheinungsbild entsteht. So bleiben auch Teilbereiche der Parkflächen frei, wenn zu wenig Händler kommen. Zusätzlich bleibt das Parkhaus erreichbar.

Weiters wurde zur Steigerung der Attraktivität eine musikalische Umrahmung der Märkte angeregt. Oberbürgermeister Kösterke sah dies kritisch, schließlich wolle man kein Event aus dem Jahrmarkt machen. Auch Manfred Bulka meinte: »Ein Jahrmarkt muss ein Jahrmarkt bleiben.« So einigte sich der Ausschuss darauf, für die nächsten Veranstaltungen ein kostenloses musikalisches Rahmenprogramm zu organisieren.

Diskutiert wurde zudem über eine komplette Verlegung der Märkte an den verkaufsoffenen Sonntagen in die Innenstadt, was sich aus Platzgründen schwierig gestaltet, da auf dem Stadt- und Maxplatz die Autoschau und zudem der Flohmarkt in der Bahnhofsstraße stattfindet. Erstmals »getestet« wird eine Verlegung mit dem August-Markt, über weitere Maßnahmen kann erst nachgedacht werden, wenn man sieht, wie erfolgreich der Markt war, so die deutliche Meinung im Ausschuss. jar