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Mädchen in »Seenot«

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Übersee. Zwei 13 Jahre alte Mädchen wurden am Sonntagabend auf dem Chiemsee aus »Seenot« gerettet. Die unterkühlten Mädchen wurden ins Klinikum Traunstein gebracht.


Nach Angaben der Polizei unternahmen die beiden 13-Jährigen mit ihren Müttern einen Sonntagsausflug an den Chiemsee im Bereich der Feldwieser Bucht. Dort ließen sie gegen 15.45 Uhr ein aufblasbares Kajak zu Wasser, mit dem die Mädchen eine kleine Runde in der Bucht paddeln wollten. Die Mütter verloren sie jedoch bald aus den Augen und machten sich Sorgen.

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Zunächst suchten sie selbst mit einem gemieteten Elektroboot die Bucht ab, fanden jedoch ihre Kinder nicht. Kurz vor Einbruch der Dämmerung verständigten sie die Polizei, die eine Suchaktion startete.

Von der Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 14 wurden die Mädchen schließlich in ihrem Boot hilflos mitten auf dem Chiemsee treibend entdeckt. Ein hilfsbereiter Segler nahm die Kinder mit in sein Boot und brachte sie in die Feldwieser Bucht zurück. Dort schlossen die glücklichen Mütter ihre weinenden und völlig entkräfteten Kinder wieder in die Arme.

Nach den Erzählungen der Mädchen hatte sie offenbar die Abenteuerlust gepackt und sie waren bis zur Fraueninsel gepaddelt. Auf der Rückfahrt verließen sie die Kräfte und durch die lange Paddelstrecke war ihre Kleidung durchnässt. Mit den sinkenden Temperaturen in der Abenddämmerung kam es dann auch noch zu Unterkühlungen. Deshalb wurden die beiden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

An der Suchaktion waren neben der Hubschrauberbesatzung noch die DLRG, die Wasserwacht Übersee, die Wasserschutzpolizei, die Polizei Grassau und eine Rotkreuzbesatzung mit Notarzt beteiligt.