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Machtvolles Bekenntnis zu Glaube und Tracht beim Gaufest

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Ein machtvolles Bekenntnis zu Glaube, Brauchtum und heimischer Tracht legten die Teilnehmer des Gaufestes des Chiemgau-Alpenverbandes in Staudach-Egerndach ab.

Staudach-Egerndach. Ein Gautrachtenfest, das allen Ansprüchen gerecht wurde, feierte der Chiemgau-Alpenverband am gestrigen Sonntag in Staudach-Egerndach mit über 4000 Trachtlerinnen und Trachtlern. Die perfekte Vorbereitung des Gastgebers, des GTEV Staudach-Hochgern, belohnte der Herrgott mit perfektem Festwetter.


Eindrucksvoll demonstrierten die Trachtenvereine des Chiemgau-Alpenverbandes ihre Verbundenheit mit der Tracht, Heimat und Brauchtum beim Kirchenzug, dem anschließenden Festgottesdienst, den Pfarrer Andreas Horn zelebrierte, und dem großen Festzug am Nachmittag.

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Sich um den Erhalt der Tracht, der Sitten und Gebräuche kümmern, stehe auf den Fahnen und sei Sinn und Inhalt des Grundgedankens, betonte, Gauvorsitzender Michi Huber bei der Begrüßung der Festgäste. »Wir feiern ein Trachtenfest, bei dem unsere Grundziele erkennbar sein müssen, nur das kann unser vorrangigster, eigener Anspruch sein. Alles andere macht uns unglaubwürdig«, sagte er. Bedenklich sei, dass die Tracht bei hohen familiären Festen immer weniger Wertschätzung erfahre. In der Tracht eine Seele zu erkennen, dazu brauche es positive Einstellung, Grundverständnis, Gespür und Liebe. »Wir sind keine ewig Gestrigen oder Zurückgebliebenen. Wir sind weltoffen und leisten wichtige Dienste für die Gesellschaft. Bei uns wird Heimatbewusstsein, Identität vermittelt. Wir erwarten aber auch Respekt und Verständnis für die Grundziele«, hob Huber hervor.

Auch Pfarrer Andreas Horn ging in seiner Festpredigt auf die Wertvorstellungen und Ziele der Trachtenbewegung ein und meinte, einen Vorgeschmack auf das Himmelreich bekomme man in der Heimat, der wunderbaren Landschaft. Wer die Tracht anziehe, mache sichtbar, dass er seine Wurzeln kenne. Die Heimat wie der Himmel seien Orte, in denen man geborgen sei. Auch die Gemeinschaft sei wichtig, denn »allein ist es auch im Himmel nicht schön«, so Horn.

Den eindrucksvollen Reden am festlich geschmückten Altar folgte ein kurzes gemeinsames Mittagessen und danach der große Festumzug, an dem sich mehr als 4000 Trachtlerinnen und Trachtler, viele Musikkapellen und die Ortsvereine beteiligten. In 33 Festwägen präsentierten sich die Trachtenvereine mit ihren Wahrzeichen tb