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Lustiger Geschicklichkeits-Wettbewerb im Schnee

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Die Beine hochziehen und hopp! Ein Jugendlicher beim Schneeschuh-Parcours. Weitere Bilder sind im Internet unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos zu finden. (Foto: Mergenthal)

Inzell. Ein voller Erfolg ist der erste »Wintergaude«-Wettbewerb des Gauverbands I in Inzell gewesen. Etwa 330 Nachwuchstrachtler tummelten sich ab dem Vormittag auf der Wiese hinter dem Forsthaus Adlgaß. In lustigen winterlichen Disziplinen waren Geschicklichkeit, Schnelligkeit, aber auch Teamgeist gefragt. Die Kinder und Jugendlichen und die zahlreichen Betreuer, Helfer und Zeitnehmer, alle maskiert, hatten bei strahlendem Sonnenschein ihre Gaudi.


Lange hatte der Chef-Organisator, Gaujugendleiter Christian Kammerbauer, mit seinem Team beratschlagt, wo in diesem milden Winter wohl der schneesicherste Ort für den Wettbewerb sei. Der Geheimtipp war der Inzeller Ortsteil Adlgaß, der als Schneeloch gilt.

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Hervorragende Bedingungen am Wettbewerbstag

Schon Tage vor dem Wettbewerb wurden Schlittenbahnen präpariert und die Geschicklichkeits-Stationen hergerichtet. Bis auf die Tatsache, dass es auf der ganzen Wiese etwas rutschig war, waren die Bedingungen am Wettbewerbstag hervorragend. »Die Zusammenarbeit mit den Trachtenvereinen Inzell und Weißbach, der Gemeinde, dem Bauhof und dem Forsthaus-Team war sehr gut«, zeigte sich Kammerbauer erfreut. Die Bergwacht stand mit vier Männern bereit, hatte aber nicht viel zu tun.

Etwa 30 der 118 Vereine im Gauverband waren mit von der Partie. Mehrere Teams hatten sich eine einheitliche Kleidung ausgedacht, zum Beispiel als Kühe oder Wilderer. Der Nachwuchs aus Grabenstätt war mit seinen Jugendleitern als 30-köpfige Schneemann-Familie angereist. Verdientermaßen holten dann auch Simon und Hansi Purzeller aus Grabenstätt beim Schlittenrennen der Kinder die Plätze zwei und drei. Für die Abfahrt an dem kurzen Schlittenhang in der Wiese brauchten sie 10,25 beziehungsweise 10,31 Sekunden. Noch schneller war Oliver Kis aus Töging mit 10,06 Sekunden.

Während die Kinder nur einzeln Schlitten fahren mussten, hatten die Jugendlichen in zwei Altersgruppen und in Vierer-Mannschaften drei Stationen zu bewältigen: eine mutige Abfahrt auf der eisigen, langen Rodelbahn, einen Schneeschuh-Parcours und einen Viererski-Lauf. Gerade beim Viererski waren perfekte Teamarbeit und Koordination gefragt: Alle Vier mussten mit sich mit einem einzigen Paar Holzski fortbewegen, wofür die Mädchen oft mehr Gefühl hatten als die Buben. Hier zeigten sich auch echte Führungsqualitäten.

Beim Schneeschuh-Lauf reichten voller Einsatz und Spritzigkeit nicht aus, da jedes Herunterwerfen der Stange an den Hürden und der Verlust eines Schneeschuhs mit je fünf Strafsekunden geahndet wurden – ein Los, das auch supersportliche Teams traf. Sie wurden in der ersten Schicht vom mit einer roten Perücke verkleideten Bürgermeister und Inzeller Trachtlervorstand Martin Hobmaier als Starter und Zeitnehmer betreut.

Bei den 11- bis 13-Jährigen kam der Trachtenverein Anger-Höglwörth mit den meisten Teams, nämlich fünf. Sein Team 2 lag mit 5:31,85 Minuten Gesamtzeit klar vorn, gefolgt von Großhöhenrain (Team 3) mit 6:01,62 und Weißbach (Team 4) mit 6:03,75 knapp dahinter. Hätten die Großhöhenrainer beim Viererski nicht so lang gebraucht, hätten sie Anger in der Gesamtwertung übertrumpft. Die beste Vierer-ski-Zeit hatte vor Anger (1:28 Minuten) Weißbach mit 1:24 Minuten.

Urkunden für alle: Es gab keine Verlierer

Nicht einmal die 14- bis 16-Jährigen waren da schneller: Die besten Zeiten mit dieser Disziplin, die so manche Platzierungen entschied, hatten hier Lauter (1:27 Minuten) und Nußdorf (1:30 Minuten). Die besten Gesamtzeiten hatten jeweils die ersten Teams von Kolbermoor (5:45,14), Dettendorf-Kematen (5:59,53) und Traunstein (6:12,29).

Alle Kinder und Jugendlichen wurden mit Urkunden geehrt, sodass es keine Verlierer gab, und bekamen Verpflegungsgutscheine. Im eigens aufgebauten Zelt oder im Biergarten im Freien konnten der Nachwuchs, seine Betreuer und Familien unter anderem Wurst-, Leberkäs- und Bratensemmeln genießen. vm