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Lukas, Max und Emma die beliebtesten Vornamen

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Vornamen gibt es schon immer. Aber welche besonders beliebt sind, das ändert sich. Foto: Boris Roessler/dpa

Traunstein – Wachablösung bei den beliebtesten Vornamen in der Region: Emma war 2017 bei den Mädchen der am öftesten beurkundete Vorname im Standesamt Traunstein und löste Maria und Marie ab, die in den letzten Jahren an der Spitze lagen.


Auch deutschlandweit stand der Name Emma erstmals in der Beliebtheitsskala an erster Stelle. Bei den Buben macht in der Region Lukas dem Namen Max Konkurrenz. Mit jeweils 25 Nennungen erreichten beide Vornamen den ersten Platz. In den Jahren davor lag der Vorname Max immer allein an erster Stelle. Gestiegen ist die Zahl der beurkundeten Geburten, denn im Klinikum Traunstein gab es 1611 Geburten. Im Jahr davor wurden im Standesamt der Großen Kreisstadt 1559 Geburten beurkundet.

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Seit heuer neues Auswertungsverfahren

Direkt vergleichbar miteinander sind die Zahlen der vergangenen beiden Jahre allerdings nicht, betont der Leiter des Traunsteiner Standesamts, Arnold Peresich. Seit heuer gibt es nämlich ein neues Auswertungsverfahren, das Grundlage für die Erstellung der Liste ist. Die Vornamen werden nunmehr nach der Position ausgewertet, an welcher der Name steht (erster Vorname, zweite Vorname usw.). Die Gesamtzahl der namentlichen Nennungen ergäbe sich demnach aus der Addition der Namen aus jeder Stelle. Die einfache Gesamtzahl wie früher könne EDV-technisch nicht mehr ermittelt werden, sagt Peresich.

Bei den Vornamen, welche Mütter und Väter ihrem Nachwuchs gaben, änderte sich im Lauf der Jahre relativ wenig. Obwohl Maximilian noch immer mit an der Spitze steht, erfreut sich dieser Vorname als erster Vorname nicht mehr ganz so großer Beliebtheit wie in den Jahren davor. 2016 wurde der Name 44-mal gewählt, im Jahr davor noch 55-mal. Mit-Spitzenreiter Lukas lag im Jahr zuvor auf Platz drei in der Beliebtheitsskala. Nach Lukas und Maximilian landete Elias mit 24 Nennungen knapp dahinter auf Platz drei vor Simon, Felix, Jakob, Johannes, Tobias, Jonas und auf Platz zehn Michael.

Wachablösung bei Mädchennamen

Eine Wachablösung gab es bei den Mädchennamen. Mit 20 Nennungen landete Emma auf Platz eins vor Anna, Lena und Sophia. Diese drei Namen wurden jeweils 19 Mal ausgesucht. Es folgen Emilia, Mia, Magdalena, Hannah, Johanna und Laura. Maria und Marie sind als zweite Vornamen aber nach wie vor die am häufigsten genannten.

Der Trend zu alten, bodenständigen und einst sehr gebräuchlichen Vornamen scheint sich fortzusetzen, wenn man sich die Liste anschaut. Das gilt aber nicht generell.

Viele traditionelle Vornamen werden nur noch sehr selten gewählt. Zu jenen, die im vergangenen Jahr jeweils nur einmal genannt wurden, zählen bei den Mädchen zum Beispiel Barbara, Lotte, Maria-Magdalena, Martha, Michaela oder Jutta. Bei den Buben auf dem Rückmarsch sind zum Beispiel Alfred, Xaver, Christoph, Engelbert, Ferdinand, Helmut, Konrad, Robert und Rudolf.

Geändert hat sich auch nichts daran, dass viele Menschen, die aus fernen Ländern zugezogen oder als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, ihre Kinder mit traditionellen Namen aus ihrer Heimat registrieren lassen.

Afrikanische Namen bereichern Namensvielfalt

In der langen Liste der rund 400 Namen tauchen auch viele »Zungenbrecher« auf. Das sind vor allem Namen, die zum Beispiel Zuwanderer aus Nigeria ihren Kindern geben. So tauchen plötzlich Namen wie Osasenage, Babatunde oder Amalaswintha in der Liste auf. Bei uns bislang ungewöhnliche Namen wie Prince, Sky, Purity, Janosch wurden beim Standesamt angemeldet. -K.O.-