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Ludwig-Thoma-Straße wird saniert

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Teisendorf. Die Ludwig-Thoma-Straße in Teisendorf ist in einem schlechten Zustand und soll nun saniert werden. Zur Festlegung der gesamten Straßensanierungsmaßnahmen 2013 im Gemeindegebiet, für die im Haushalt Mittel eingeplant werden sollen, musste der Bauausschuss der Marktgemeinde nun entscheiden, was mit dieser Straße genau passieren soll.


Der technische Angestellte im Bauamt, Johann Schlaffner, stellte zur Debatte, ob die Straße so hergerichtet werden soll, wie sie jetzt ist, oder ob es auch Umbaumaßnahmen geben soll – etwa an der Einmündung des Mehringer Weges oder durch die Pflanzung von Bäumen. Im Fall einer gewünschten städtebaulichen Überplanung und Neugliederung der Flächen gehöre sinnvollerweise ein Planungsbüro beauftragt, so Schlaffner. Auch seien die Kosten dann gegebenenfalls anteilig an die Grundeigentümer umzulegen.

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Ausschuss entschied sich gegen größeren Umbau

Marktgemeinderat Johann Helminger regt an, zunächst die Anwohner zu befragen, welche Lösung sie haben wollen. Bürgermeister Franz Schießl warnte davor, dass dabei sehr unterschiedliche Aussagen kommen würden. Für eine Anliegerversammlung müssten Planungsvorschläge vorliegen und die umlegbaren Kosten klar sein.

Matthias Spiegelsperger hält es für wichtig, dass Lastwagen auf der großen Asphaltfläche weiter die Möglichkeit zum Wenden haben. Schießl räumte ein, dass der Straßenraum in der derzeitigen Gestaltung kein Schmuckstück sei. Johann Niederstraßer schlug vor, ihn mit Einzeilern zu strukturieren. Einstimmig entschied sich der Ausschuss schließlich für eine Sanierung der Straße im Bestand ohne größeren Umbau.

Negativ beschied das Gremium mit sechs Stimmen und einer Gegenstimme den Antrag von Eva Gerhartsreiter und weiteren Anwohnern der Holzhauser Straße in Teisendorf auf eine Tempo-30-Zone in ihrer Straße. Der Bauausschuss beauftragte jedoch die Verwaltung, die Polizei Freilassing um die Durchführung von Geschwindigkeitskontrollen zu bitten.

Zur Begründung ihres Antrags führten die 58 Unterzeichner an, viele Verkehrsteilnehmer würden schneller als erlaubt fahren. Damit gefährdeten sie die vielen Kinder, Senioren sowie die Pferdehalter, Reiter und Zuschauer des Pferdehofs. Selbst bei Einhaltung von Tempo 50 liege aufgrund der sehr engen und straßennahen Anordnung der Häuser eine erhöhte Sicherheitsgefährdung vor. Die schmale, meist ebene und gerade Straße mit gutem Fahrbahnbelag, die neue verbreiterte Surbrücke sowie das Gefälle zum Ortsende hin verführten zum Schnellfahren. »Fehlende Geschwindigkeitskontrollen tun ihr übriges«, so die Bürger. Sehr hohes Verkehrsaufkommen mit vielen Bussen, Traktoren und Lastwagen potenziere die Gefährdungssituation. »Handeln Sie bitte, bevor der erste schwere Unfall passiert«, schrieben die Anwohner.

Polizei sieht keine »konkrete Gefährdungslage«

Tempomessungen stellten laut Bauamt in Richtung Sagmühlbrücke einen Schnitt von 31 Stundenkilometern bei 906 Fahrzeugen in 24 Stunden und in Richtung Teisendorf durchschnittliche 38 Stundenkilometer bei 503 Fahrzeugen in 24 Stunden fest, wobei es je einen »Ausreißer« mit Tempo 80 und 85 gab. Die Polizei Freilassing sehe keine »konkrete Gefährdungslage«, zumal beidseitig ein Gehweg vorhanden sei.

Eine isolierte Tempo-30-Zone hielt Schießl nicht für sinnvoll, jedoch generelles Tempo 30 im gesamten Ort, da die damit verbundene Vorfahrtsregelung »Rechts vor Links« automatisch zu mehr Aufmerksamkeit und langsamerem Fahren führe. Andere Gemeinden wie Saaldorf-Surheim hätten damit positive Erfahrungen gemacht. Georg Wetzelsperger regte an, dazu ein Gesamtkonzept auszuarbeiten. vm

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