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Ludwig-Thoma-Grundschule in Traunstein bekommt Jugendsozialarbeiter

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Es gibt immer mehr Schüler, die sich in der Schule schwer tun – sei es mit den Aufgaben an sich oder auch im sozialen Bereich. Hier kann ein Jugendsozialarbeiter unterstützend eingreifen und den Lehrern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Eine solche pädagogische Fachkraft wird nun die Ludwig-Thoma-Grundschule in Traunstein bekommen. (Symbolbild/dpa)

Traunstein – Die Ludwig-Thoma-Grundschule in Traunstein bekommt einen Jugendsozialarbeiter. Das hat der Hauptausschuss des Traunsteiner Stadtrats in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. »Der Bedarf an solchen Fachkräften nimmt überall erheblich zu«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel.

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Rektor Clemens Gruber betonte im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt, dass seine Schule eine Schule wie jede andere sei – »mit der ein oder anderen Schwierigkeit.« Ein Jugendsozialarbeiter könne hier eine große Hilfe sein.

»Die Schulleitung sieht eine Notwendigkeit, dann sollten wir das auch machen«, warb Oberbürgermeister Christian Kegel im Hauptausschuss um Zustimmung.

Von einem guten Klima an einer Schule würden alle profitieren, betonte Thomas Stadler (Grüne). Er wisse aus eigener Erfahrung: »Wenn ich als Lehrer mit einem schwierigen Schüler beschäftigt bin, dann müssen die anderen 22 schauen«, sagte Stadler, der Lehrer an der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule ist. Da sei ein Jugendsozialarbeiter eine große Hilfe.

»Wir sind die letzte große Grundschule im Landkreis, die einen Jugendsozialarbeiter beantragt«, sagte Rektor Clemens Gruber im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Der Ausländeranteil an der Ludwig-Thoma-Schule liege bei 29 Prozent, ab 20 Prozent könne man einen Jugendsozialarbeiter beantragen. Dieser könne vielfältig eingesetzt werden, so Gruber. Wenn es in einer Klasse beispielsweise Ärger mit einem Schüler gebe, dann könne ein Jugendsozialarbeiter diesen schlichten. »Der Lehrer kann mit der Klasse aber ganz normal weiterarbeiten.« Rektor Clemens Gruber sieht in dem Sozialpädagogen »einen Ansprechpartner für die gesamte Schulfamilie – für Kinder, Lehrer und Eltern.«

Die Einführung eines Jugendsozialarbeiters an der Ludwig-Thoma-Schule ist aus Sicht des Sachgebiets Kinder, Jugend und Familie »ein adäquates Mittel, um eine entsprechende, sozialpädagogische Unterstützung leisten zu können«. An der Franz-von-Kohlbrenner-Schule laufe das Projekt seit einigen Jahren zur Zufriedenheit aller, heißt es in der Beschlussvorlage. Noch nicht bekannt sei, wie hoch die Kosten für die Stadt genau seien. Als Orientierungsgröße könne man aber den Anteil der Stadt in Höhe von rund 8200 Euro pro Jahr für die Jugendsozialarbeit an der Franz-von-Kohlbrenner-Schule nehmen.

Der Hauptausschuss hatte keine Einwände. Einhellig wurde dem Antrag der Ludwig-Thoma-Schule auf Gewährung eines Jugendsozialarbeiters stattgegeben. Er oder sie wird in Vollzeit an der Schule sein und die Arbeit der Lehrer unterstützen. KR

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