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Lorenz Strasser ist seit 60 Jahren bei der CSU

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Seit 60 Jahren ist Lorenz Strasser Mitglied im CSU-Ortsverband Chieming. Vorsitzender Martin Pauli ehrte ihn mit einer Urkunde und dem goldenen Ehrenabzeichen.

Chieming – Ehrungen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbands Chieming im Gasthaus Berghof. Seit 60 Jahren ist Lorenz Strasser Mitglied. Ortsvorsitzender Martin Pauli zeichnete ihn für die langjährige Treue mit einer Urkunde und der goldenen Ehrennadel aus. Für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Wolfgang Wimmer, Petra Mayer und Andreas Hartmann neben der Urkunde die silberne Ehrennadel.


Vorsitzender Pauli informierte über die Aktivitäten der Vorstandschaft und erinnerte an die Informationsveranstaltung für Bürger zum geplanten TTIP-Freihandelsabkommen mit den USA und dem Abkommen CETA mit Kanada. Außerdem sprach er über das CSU-Sommerfest im vergangenen Jahr bei der Familie Ellmaier und betonte die Wichtigkeit des Vortrags von Karl Schulz über Patientenverfügungen.

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Pauli erwähnte auch den Unternehmer-Stammtisch, bei dem Peter Ramsauer zu Gast war. Er ging auf den kürzlich stattgefundenen Jugendstammtisch ein und sprach über die JU-Ortsverbandsversammlung. Dort löste Benjamin Pöschl den bisherigen JU-Ortsvorsitzenden Josef Mayer junior ab. Außerdem informierte Pauli, dass dem Ortsverband derzeit 145 Mitglieder angehören.

Josef Mayer sprach über die Arbeit des Kreistags und erwähnte vor allem das Asylproblem. Er informierte die Mitglieder über die nicht zustandegekommene Fusion der beiden Tourismusverbände aus Traunstein und Rosenheim und zeigte sich verärgert über das Abstimmungsverhalten der Rosenheimer.

Wolfgang Wimmer wollte wissen, ob die Gemeinschaftsunterkunft in Chieming für Asylbewerber überhaupt noch gebraucht wird. Außerdem wollte er Informationen zum gegenwärtigen Stillstand auf dem Areal des ehemaligen Unterwirts.

Mayer sagte, zwischen dem Vermieter der geplanten Unterkunft und der Regierung von Oberbayern gibt es einen gültigen Mietvertrag. Er erwartet, dass die Umbaumaßnahme bis zum Herbst abgeschlossen sein wird. Aufgrund des Flüchtlingsrückgangs rechnet Wimmer mit einer Auslastung der Gemeinschaftsunterkunft von bis zu 70 Prozent.

Optimistisch gibt sich Mayer, was das Gelände des ehemaligen Unterwirts angeht. Nach seinem Wissen schreite die Planung gut voran. Noch heuer sollen Bauarbeiten erfolgen. Mayer hofft, dass die Gastronomie im Laufe des kommenden Jahres den Betrieb aufnehmen kann.

Einen Vortrag hielt abschließend der Bundestagsabgeordnete und JU-Bezirksvorsitzende Tobias Zech. Er ging zuerst auf die vielen Krisen, Kriege und Konflikte ein, die derzeit Deutschland und Europa schwer beschäftigen. Als Auslöser der Flüchtlingskrise sieht er den Konflikt in Syrien. Laut Zech führe kein Weg daran vorbei, den Gegner vor Ort zu bekämpfen. »Wer den IS besiegen will, braucht Bodentruppen, die auch bleiben müssten.«

Zech warnte vor nächsten Flüchtlingsansturm

Eindringlich warb Zech dafür, die Nachbarländer Syriens, die den absoluten Großteil der Flüchtlinge aufgenommen haben, finanziell zu unterstützen. Im Libanon sei die Situation besonders angespannt, denn zu seinen vier Millionen Einwohnern habe das Land bereits zwei Millionen Flüchtlinge aufgenommen.

Wenn die Lage im Libanon kippe, dann folge der nächste Flüchtlingsansturm, warnte der Bundestagsabgeordnete. Auch im benachbarten Jordanien, das ähnlich viele Flüchtlinge aufgenommen hat, sei man längst an der Belastungsgrenze angekommen. »Jetzt gelte es, nachhaltig zu helfen, um diese Fehler so gut wie möglich aufzufangen.« OH