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Loferer appellierte an die Nächstenliebe

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Die jungen Schlechinger Alphornbläser ließen bei der Jahresabschlussfeier auf dem Schlechinger Dorfplatz ihre Instrumente erklingen. (Foto: Wunderlich)

Schleching. Zahlreich kamen die Schlechinger und Urlaubsgäste, um gemeinsam das Jahr zunächst in der Pfarrkirche St. Remigius und dann im neu gestalteten Bürgerhaus und auf dem Dorfplatz beim beleuchteten großen Christbaum ausklingen zu lassen. Die Schlechinger Böllerschützen gaben den Auftakt und der Männerchor stimmte die Gemeinde mit dem Lied von Ludwig Spohr »Wie ein stolzer Adler schwingt sich auf das Lied…« auf die Veranstaltung ein.


Unter den aufgehenden Sternen spielten die jungen Schlechinger Alphorn- und Weisenbläser und verbreiteten eine feierliche Stimmung. Dem eiskalten Wind trotzten die Besucher mit Glühwein und Kinderpunsch.

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Bürgermeister Josef Loferer erinnerte in seiner Ansprache an die vielen Ereignisse in diesem Jahr in der Gemeinde. »Ein Jahr der Extreme geht zu Ende«, so seine Worte. Gemeint waren die Wetterkapriolen, besonders das Hochwasser im Juni, gefolgt von einer fünfwöchigen Trockenperiode, dem Kälteeinbruch im November mit minus 18 Grad und an Weihnachten Temperaturen von fast 20 Grad plus.

Loferer erinnerte an die Wiedervereinigung der Schlechinger Musikkapelle mit dem 150. Jubiläum, den neu gegründeten Dorfladen, der von der Bevölkerung sehr gut angenommen werde, die gelungene Trachtenwallfahrt, die Anschaffung von drei neuen Fahrzeugen im Bauhof, um nur wenige Punkte der langen Liste zu nennen.

Die Hochwasserkatastrophe habe die Gemeinde »tief ins Mark getroffen, abgeschnitten von der Außenwelt musste Schleching über 24 Stunden den Katastrophenfall selbst bewältigen«. Er bedankte sich bei den vielen freiwilligen Helfern, die unermüdlich im Einsatz waren. »Das ehrenamtliche Engagement der Schlechinger Bürger ist überwältigend und ist über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt.«

Der Bürgermeister sprach auch die Herausforderungen an, die 2014 auf den Landkreis Traunstein mit einer doppelt so hohen Zahl von Asylsuchenden zukommen. Das betreffe alle Gemeinden. Er appellierte an die Bürger, den verfolgten Menschen als Akt der Nächstenliebe zu helfen und erinnerte, wie in den 90er Jahren die vielen Spätaussiedler aufgenommen wurden und die Situation hervorragend gemeistert wurde.

Mit den besten Wünschen für ein gutes neues Jahr 2014 und eine schöne Silvesternacht verabschiedete sich der Bürgermeister. Die Gäste auf dem Dorfplatz durften noch den weiteren Darbietungen auf der Bühne lauschen, die mit dem Lied »Geht das Jahr nun wieder aus«, das Chordirigent Sebald Bachmann ein wenig umdichtete, ein Ende fand. wun

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