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Lockerung bei Einfriedungen und Balkonen

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Für einen besseren Handyempfang an der Autobahn zwischen Gschwend (auf dem Foto links oben) und Neukirchen soll eine Mobilfunkanlage neu errichtet werden. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Mit einer Reihe von Bebauungsplanänderungen und kleineren Bauanträgen hat sich der Bau- und Umweltausschuss des Marktgemeinderats Teisendorf in seiner jüngsten Sitzung befasst. So soll im Neubaugebiet Vogelau III eine öffentliche Grünfläche entlang der Schützenstraße entstehen. Beim Bebauungsplan Teisendorf-Nordwest will die Gemeinde bei der Höhe der Einfriedungen und den Abstandsflächen entgegenkommen. Bis auf die Errichtung von zwei Wohnungen in Teisendorf, die den Fortbestand einer Malerwerkstätte gefährdet hätten, billigte das Gremium alles einstimmig.


Öffentliches Grün an der Schützenstraße

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Beim Bebauungsplan Vogelau III im Südosten von Teisendorf stand die dritte Änderung auf der Tagesordnung. Im Bereich der Schützenstraße soll der Geltungsbereich an das amtliche Kataster angepasst werden. Der Plan stimmte mit dem Kataster nämlich nicht mehr überein, weil bei der amtlichen Vermessung der Schützenstraße ein Teil von etwa 20 Quadratmetern des Grünstreifens dem Straßengrund zugeschlagen wurde. Damit sollte, um späteren Problemen vorzubeugen, die relativ kleine Wendemöglichkeit etwas vergrößert werden.

Wie Bauamtsleiter Theo Steinbacher erläuterte, wird außerdem demnächst der weitere Grünstreifen von der Brauerei Wieninger an den Markt Teisendorf verkauft. Der Grünstreifen werde nun als »öffentliche Grünfläche« gewidmet. Da die Grundzüge der Planung nicht berührt sind, wird die erforderliche Planänderung im vereinfachten Verfahren durchgeführt.

Beim Bebauungsplan Teisendorf-Nordwest beschloss der Ausschuss eine Lockerung: So sollen Einfriedungen bis zu einer Höhe von 1,80 Metern prinzipiell erlaubt sein. Eine Verbesserung bei den Abstandsflächen soll gewünschte Balkone leichter ermöglichen. Von den »Trägern öffentlicher Belange« gab es kaum Einwendungen. Allein das Landratsamt riet, die gestalterische Vorgabe für die Einfriedungen als »optisch zurückhaltend« und Schlicht« sowie die Frage, ob und wann eine Mauer oder ein Zaun »durchgehend« ist, klarer zu definieren.

Das Bauamt erwiderte darauf, die gleiche Formulierung sei bei der 42. Änderung des Bebauungsplans Oberteisendorf-Südost verwendet worden. Der Markt habe damit gute Erfahrungen gemacht. Um spätere Unklarheiten zu vermeiden, wird nach Zustimmung des Ausschusses ein Satz hinzugefügt: »Die Gestaltung der Einfriedung ist vor Baubeginn mit dem Markt Teisendorf abzusprechen.«

Einen Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung von zwei Wohnungen und einer Terrasse über einer Malerwerkstätte in Teisendorf lehnte das Gremium ab, da sich im gesamten Gebäude dann vier Wohnungen befinden würden und der Betriebsanteil (Malerwerkstatt) nur noch einen untergeordneten Teil der Gesamtfläche einnehmen würde. Damit wäre der ursprüngliche Planungsgedanke einer Malerwerkstatt mit Betriebsleiterwohnung, die Auflage der bestehenden Genehmigung war, verworfen und damit der Fortbestand der Werkstatt gefährdet. »Damals wurde extra ein Mischgebiet ausgewiesen, um das Gewerbe zu ermöglichen«, erläuterte Steinbacher. Bei zwei weiteren Wohnungen sei wohl dort nur noch ein »allgemeines Wohngebiet« möglich.

Für den Bau eines Einfamilienhauses nördlich der Autobahn in Neukirchen erteilte der Ausschuss eine Befreiung von den Festsetzungen im Bebauungsplan, damit der First, wie gewünscht, um etwa 45 Grad gedreht werden kann: Das Haus fügt sich so nach Ansicht der Räte gut ein.

Brandmeldeanlage mit Leitstelle verbunden

Bürgermeister Thomas Gasser und Bauamtsleiter Theo Steinbacher informierten die Ausschussmitglieder darüber, dass die Brandmeldeanlage in der Grund- und Mittelschule Teisendorf nun zur ILS (Integrierte Leitstelle) Traunstein aufgeschaltet ist. Geringfügige Mängel werden bis Ende August behoben.

Weiter erfuhren die Räte, dass die Telefonica Germany im Einzugsbereich der Autobahn, zwischen Neukirchen und Gschwend, eine Mobilfunk-Sendeanlage neu errichten will. Die Marktgemeinde Teisendorf war nach Standortvorschlägen im angegebenen Suchkreis befragt worden, hatte jedoch keine Vorschläge einzubringen. vm