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Lobende Worte für das gute Miteinander

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Traunstein. Was 1991 von der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Kreuz als Versuch startete, ist zu einer festen Einrichtung geworden: der Neujahrsempfang der Kirchen und der Stadt. Seitdem treffen sich die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte, der Kirchenverwaltungen, des Kirchenvorstandes sowie des Stadtrates zu Beginn jeden Jahres zu einem Stehempfang. Ziel ist es, sich besser kennenzulernen, Gedanken auszutauschen, Gemeinschaft zu pflegen und auf ein gutes neues Jahr anzustoßen. Diesmal wurde der ökumenische Jahresauftakt von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde organisiert.


Dem Empfang ging eine Abendandacht in der Auferstehungskirche voraus, die Dekan Peter Bertram, Pfarrer Sebastian Stahl, Pfarrer Barthel Pichlmeier, Diakon Helmuth Klett sowie Kirchenmusikerin Ulrike Ruf gestalteten. Gleichsam als ein besonders Beispiel ehrenamtlichen Engagements standen Leben und Werk des vor 50 Jahren verstorbenen Dichters Rudolf Alexander Schröder im Mittelpunkt. Er war seinerzeit Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Traunstein und wohnte in Bergen. Schröders Lieder fanden Eingang in das evangelische Gesangbuch wie in das katholische Gotteslob. Sein Beispiel zeige, so wurde betont, dass persönlicher Einsatz ein Leben aufwerte und reich mache. Gemeinsam sprachen die Gottesdienstteilnehmer das von ihm 1937 verfasste Glaubensbekenntnis, das er bewusst dem menschlichen Führerprinzip entgegensetzte: »Wir glauben Gott im höchsten Thron…«.

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In der anschließenden Runde im Gemeindesaal rief Pfarrer Sebastian Stahl allen Abwesenden gute Wünsche zum neuen Jahr zu und dankte für das gute Miteinander und das engagierte Arbeiten. Oberbürgermeister Manfred Kösterke lobte die gemeinsamen Bemühungen zur Gestaltung einer lebendigen und sozialen Stadt. Um eine gute Zukunft zu gestalten, seien das Aufeinanderzugehen aller Interessengruppen und der soziale Ausgleich dringend erforderlich, sonst zerbreche eines Tages die Gesellschaft. Er versäumte es auch nicht, an die vielen Aktivitäten und gemeinsamen Bestrebungen im vergangenen Jahr zu erinnern.