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Lob auf den »Weltschlager« duales Ausbildungssystem

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Freuten sich über gute Prüfungsergebnisse (von links): die Prüfungsvorsitzenden Hermann Empl und Lambert Axthammer, die Prüfungsbesten Simon Hallweger, Eva-Maria Kaltenhauser und Manuel Rupp, Innungsobermeister Josef Pflügl sowie der stellvertretende Kreishandwerksmeister für den Landkreis Berchtesgadener Land, Stefan Follmer. (Foto: Wittenzellner)

Palling. 45 Anlagenmechaniker und 12 Spengler erhielten bei der Freisprechungsfeier der Innung für Spengler, Sanitär und Heizungstechnik Traunstein (SHK) in Palling beim Michlwirt ihre Gesellenbriefe. In der Handwerkervereinigung haben sich Fachbetriebe aus den Landkreisen Traunstein, Altötting und Mühldorf zusammengeschlossen.


Innungsobermeister Josef Pflügl machte gleich zu Beginn deutlich, dass die Feier keine Zeit der langen Reden sein werde. »Ihr sollt Spaß haben«, rief er den Gesellen zu. Für die Firmen sei es immer entscheidender, das entsprechende Personal zu haben, um Aufträge annehmen zu können, und damit letztlich am Markt bestehen zu können. Deshalb investierten viele Betriebe verstärkt in die Ausbildung ihres Personals. Auch die Innung freue sich über das Bestehen der Prüfung und den beruflichen Zuwachs in den Firmen.

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Lob für das duale System

Das duale System mit der koordinierten Ausbildung in den Betrieben, Berufsschulen und Bildungszentren in Kombination nannte er einen »Weltschlager«, der inzwischen von 35 Ländern weltweit kopiert werde. »Aber nur in Deutschland funktioniert das auch in der breiten Masse«, betonte er stolz.

Wolfgang Schwarz, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes SHK Bayern machte deutlich, dass die jungen Handwerker trotz des Erreichten weiter lernen und sich fortbilden müssten. Gleichzeitig lobte er ihr langjähriges Engagement im Durchhalten der langen Lehrzeit: »Durch die Lehre haben sie sich ein breites Fundament gelegt, das sie selbst geschaffen haben«. Weiter ging er unter anderem auf Tugenden wie Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Sauberkeit ein – ganz nach dem Motto: »Dem Pfiffigen gehört die Zukunft«.

Dass die Gesellenprüfungen auch für Berufsschullehrer und Prüfungsmitglieder eine enorme Herausforderung ist, machte Prüfungsvorsitzender Lambert Axthammer deutlich: 550 Prüfungsstunden habe man abgeleistet, die Beteiligten an der Schule und aus der Innung nähmen diese Aufgabe sehr ernst.

Er wies auf das gute Miteinander zwischen Auszubildenden, Berufsschule, Bildungszentrum und Betrieben hin. Auch er gab den Junggesellen Empfehlungen für ihr berufliches Leben mit, betonte aber auch eine wichtige generelle Motivationsquelle für das Arbeitsleben: »Habt Spaß an eurem Beruf und eurem Leben.«

Zum Hit der Toten Hosen »An Tagen wie diesen« ging es dann zur Freisprechung über. Stellvertretender Kreishandwerksmeister für das Berchtesgadener Land, Stefan Follmer, sprach die Auszubildenden frei und hob sie in den Stand der Junggesellen. »Bleibt unserem Handwerk treu«, wünschte er sich.

45 Anlagenmechaniker erhielten dann ihre begehrte Gesellenbriefe. Sie hatten ihre Prüfungen im Schnitt mit einer guten 3 bestanden. Prüfungsbeste waren Simon Hallweger vom Ausbildungsbetrieb Josef Rieder aus Inzell und Eva-Maria Kaltenhauser vom Ausbildungsbetrieb Solar-Partner Süd GmbH aus Kienberg. Bei den Spenglern freuten sich 12 Prüflinge über den erfolgreichen Abschluss ihrer Lehre, die ebenfalls mit einem Notendurchschnitt von etwas über 3 abschlossen. Hier war Manuel Rupp vom Ausbildungsbetrieb Karl Rothmayer aus Riedering der Prüfungsbeste.

Betriebliche Fortbildungen ebenfalls gewürdigt

Anschließend würdigte die Innung die betriebliche Fortbildung zum Kundendiensttechniker. Die Schulung hatten zehn Mitarbeiter verschiedener Innungsbetriebe erfolgreich abgeleistet. Obermeister Pflügl warb für den Besuch der kommenden Innungsveranstaltungen und stellte daneben vor allem auch den 4. Bayerischen SHK-Kongress heraus, der im Juni vom Bayerischen Fachverband mit Unterstützung der regionalen Innung in Reit im Winkl veranstaltet wird. Zu dem gelungenen Festabend trugen auch die bayerischen Klänge der Hanslboarischen aus Obing bei. awi

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