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Live-Aufnahme zum Jubiläum

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Die Marketenderinnen Regina Jung (links) und Heidi Hirschbichler überreichten Kapellmeister Bernhard Koch (von links), Bürgermeister Hans Egger und Vorsitzendem Florian Waschinger das Konzertstück »Traum einer Marketenderin«. (Foto: Bauregger)

Inzell – Exzellent vorbereitet überreichte die Musikkapelle Inzell beim Muttertagskonzert im Inzeller Festsaal symbolisch einen musikalischen Blumenstrauß ganz besonderer Art.


Mit ausgesuchten Werken aus der böhmischen und konzertanten Blasmusik verstand es die Blaskapelle ein weiteres Mal, ihren Zuhörern und insbesondere den Müttern einen ganz besonderen Hörgenuss zu bereiten.

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Die gewisse Würze fügte Heine Albrecht mit kleinen Geschichten oder lustigen und hintergründigen Gedichten rund um so ein Musikantenleben hinzu. Anlässlich des 260-jährigen Bestehens der Kapelle wurde das Konzert für eine CD-Produktion aufgezeichnet. Bernhard Koch, der den Taktstock nach zehn Jahren im Herbst niederlegen wird, bedankte sich bei den Musikanten mit einem eigenen Gedicht.

Als musikalischen Auftakt intonierte die 34 Mitglieder starke Kapelle den Konzertmarsch »Bläserklang« von Sepp Neumayr, bei dem gleich hörbar wurde, wie intensiv und gut Bernhard Koch die Musikanten auf dieses Konzert vorbereitet und eingestellt hatte. »Tango Souvenirs« hat Gerald Weinkopf sein Medley betitelt, in dem ehemalige Ohrwürmer wie »Du schwarzer Zigeuner« oder »In einer kleinen Konditorei« ihre Renaissance feiern. Mit feinen Dynamikunterschieden verstand es die Kapelle, einen Spannungsbogen aufzubauen und einen feurig-tänzerischen Tangoflair in den Inzeller Festsaal zu zaubern.

Eine besondere solistische Leistung bot den Zuhörern Martin Egger auf einem Alphorn, der gemeinsam mit der Kapelle das Konzertstück »Am Tatzelwurm« in einem Arrangement von Franz Gerstbrein vortrug. Allen Müttern widmete die Musikkapelle den fein vorgetragenen »Jasmin Walzer« von Frank Pleyer. Ein ganz anderer, typisch amerikanischer Blasmusikstil, erklang danach bei der Ouvertüre »Ashland Park« von Ed Huckeby.

Eine besondere Überraschung hatten die Marketenderinnen der Kapelle, Heidi Hirschbichler und Regina Jung, auf Lager, die dem Vorstand, auch im Namen aller ehemaligen Kolleginnen, das Konzertstück »Traum einer Marketenderin« zum Jubiläum schenkten.

Mit der geschmeidigen Polka »Musikantensommer« aus dem Repertoire der »Hoagascht Böhmischen« verabschiedete sich die Kapelle schließlich in die Pause. Der zweite Konzertteil begann eher verhalten mit dem Walzer »Böhmisches Gold« in einem Arrangement von Franz Bummerl. Mit einem feinen sicheren Ton in den Höhen wie in den tiefen Passagen und einem sicheren Vortrag stellte sich Martin Maier auf dem Bariton der solistischen Aufgabe in »Gottfried auf Reisen« von Heinz Lener im schwungvollen Polkatempo.

Eine weitere Ouvertüre trug den amourösen Namen »Aphrodite« von Franz Watz. Über die Polka »Musikantensehnsucht« von Guido Henn und dem Walzer »Böhmischer Wind« von Ernst Mosch brachten die Musiker im Gegensatz dazu erneut, wunderbar weich und gefühlvoll im Klangbild, böhmische Blasmusik zum Klingen. Am Schluss des Programms stand ebenfalls mit dem lebhaften »Fliegermarsch« von Hermann Dostal ein traditionelles Blasmusikwerk auf dem Programm.

Vorsitzender Florian Waschinger bedankte sich anschließend im Namen aller Musikanten bei Bernhard Koch für seine große Leistung als Kapellmeister. Mit viel Applaus »erklatschten« sich die Zuhörer noch zwei Zugaben. wb