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Licht in der dunklen Jahreszeit nicht vergessen

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Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, dass die Beleuchtung am Fahrrad funktioniert. Zusätzliche Reflektoren an der Kleidung würden die Sicherheit weiter erhöhen.

»Mir fällt jeden Morgen auf, wie viele Kinder ohne Licht unterwegs sind«, sagt Schulbusfahrer Peter Schweigert. Jeden Schultag ist der Traunsteiner mit seinem Malteser-Bus in Traunreut und Trostberg unterwegs und dabei fallen ihm in der jetzt beginnenden, dunklen Jahreszeit immer wieder junge Radfahrer auf, die an ihrem Fahrrad keine oder keine ausreichende Beleuchtung haben.


Das bestätigt auch Johann Mayer, Sachbearbeiter für den Bereich Verkehr bei der Polizei in Traunstein. »Bei der täglichen Schulwegüberwachung passiert es immer wieder, dass wir Kinder stoppen, die ohne Licht unterwegs sind.« Mal funktioniert der Dynamo nicht, mal ist die Batterie leer – oder es ist gleich gar keine Beleuchtung am Rad. Die Beamten stoppen dann die jungen Radfahrer und erläutern ihnen die Gefahr, der sie sich aussetzen. »Die meisten sind auch einsichtig«, erzählt Mayer. Manchmal nehmen er und seine Kollegen auch Kontakt zu Eltern auf.

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Obwohl ein Radfahrer, den die Polizei ohne Licht erwischt, mit einem Verwarngeld von mindestens 20 Euro rechnen muss, stoppen die Beamten auch immer wieder Erwachsene, die ohne Licht unterwegs sind. Viele würden dabei einem Trugschluss erliegen. »Sie glauben, weil sie durch die Straßenbeleuchtung selber genug sehen, dass sie dadurch automatisch auch gesehen werden. Doch das ist nicht so.«

Die Polizei appelliert darum, für eine gut funktionierende Beleuchtung zu sorgen. Wichtig sei, einen fest angebrachten Scheinwerfer nach vorne und ein Rücklicht zu haben. Die oft verwendeten Stirnlampen sieht Johann Mayer nicht als adäquaten Ersatz. »Bei jeder Drehung des Kopfes ist der Radfahrer für die Autofahrer möglicherweise nicht mehr erkennbar.« Darüber hinaus sind Reflektoren – etwa an den Pedalen und Speichen – Pflicht. Reflektoren an der Kleidung erhöhen die Sicherheit zusätzlich.

Obwohl es nicht selten vorkommt, dass Kinder oder Erwachsene mit schlechter Beleuchtung Rad fahren, passiert laut Polizei verhältnismäßig wenig. »Aber wenn was passiert, dann hat der Radfahrer schlechte Karten, weil er keine Knautschzone hat«, verdeutlicht Johann Mayer.

Übrigens: Natürlich ist es auch für Fußgänger ratsam, in der dunklen Jahreszeit darauf zu achten, gesehen zu werden. Helle Kleidung und Reflektoren helfen dabei etwa. san