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Letzte Lücken im Breitbandausbau werden geschlossen

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Derzeit gibt es in der Gemeinde Nußdorf noch 85 Hausanschlüsse ohne Breitbandzugang zum Internet. Das soll sich mit dem Zusatzförderprogramm »Höfebonus« ändern.

Nußdorf – Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, in das Zusatzprogramm »Höfebonus« im Rahmen der Breitbandförderung des Freistaats Bayern einzusteigen. Damit will das Ratsgremium die letzten Lücken des Breitbandausbaus im Gemeindegebiet schließen.


Nach einer Erhebung gibt es noch 85 Hausanschlüsse ohne Breitbandzugang, vor allem Weiler, einzeln stehende Wohnhäuser und Höfe. Bis zum September müsse der Förderantrag gestellt werden, damit bis Jahresende mit einem Bescheid gerechnet werden kann. Mit den Tiefbauarbeiten und dem Verlegen der Glasfaserkabel könnte dann frühestens im ersten Quartal des nächsten Jahres begonnen werden.

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Nach einer ersten Kostenschätzung würde der Ausbau rund 625 000 Euro kosten, für die eine 80-prozentige staatliche Förderung zu erwarten ist. Rund 125 000 Euro wären der Anteil, der von der Gemeinde Nußdorf für den Breitbandausbau zu bezahlen sind. Der Gemeinderat beschloss zudem einstimmig, den Dienstleistungsauftrag für das Förderprogramm »Höfebonus« an die Firma Tecostra, Stein, mit einer pauschalen Auftragssumme von 4950 Euro zu vergeben.

Einverstanden erklärte sich der Gemeinderat mit der, von Bürgermeister Hans Gnadl vorgelegten, Planung für die Innenausstattung der neuen Schule. Diese sieht Beschaffungskosten von rund 173 000 Euro vor. Berücksichtigt ist dabei, dass nicht alle Schulmöbel neu beschafft werden, sondern aus dem bestehenden Inventar gut erhaltene Einrichtungsgegenstände in das neue Schulhaus mit übernommen werden.

Der Gemeinde liegt ein Einrichtungsvorschlag einer Schulmöbelfirma vor, deren Angebot bei kompletter Neuausstattung 331 000 Euro umfasst. Daraufhin vergewisserten sich Bürgermeister Gnadl und sein Stellvertreter Peter Volk bei einem Rundgang durch die Schule, welche Möbel unbedingt neu beschafft werden müssen und welche weiterhin nutzbar sind. Die von den beiden Bürgermeistern neu erarbeitete Liste der zu beschaffenden Möbel wurde dem Gemeinderat vorgelegt. Damit konnte eine Einsparung von rund 158 000 Euro erreicht werden.

Bürgermeister Gnadl wies darauf hin, dass nicht vorrangig an der Einrichtung der Klassenzimmer und der Möbel für die Kinder gespart werde, sondern in erster Linie an der Möblierung für die Lehrerschaft. Zur Ausstattung des sogenannten Lernflurs im ersten Stock der neuen Schule müsse noch geklärt werden, inwieweit brandschutzrechtliche Vorgaben und die Freihaltung von Fluchtwegen mit der Möblierung in Einklang zu bringen sind.

Schulleiterin Sabine Pfaffenzeller nahm zum Einsparungsvorschlag Stellung und meinte, dass die vollständige Neueinrichtung eine »Wunschzettel-Liste« gewesen sei. »Es war klar, dass dieser Wunschzettel nicht realisiert werden kann.« Zunächst einmal werde man in das neue Schulhaus einziehen und müsse erst dort ankommen. Danach erst könne man sehen, wie Räume und Gegebenheiten in der Praxis optimal genutzt werden. Erst dann könne man sagen, was an Ausstattung wünschenswert ist und sukzessive ergänzt werden sollte.

Der Gemeinderat stimmte einstimmig für die vorgelegte Planung einschließlich der Kostenreduzierung auf insgesamt rund 173 000 Euro. Auf Grundlage der reduzierten Planung könne die Ausschreibung erfolgen.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat zur Errichtung eines Schwimmbeckens auf dem Grundstück am östlichen Ende des Wohngebiets »Am Oberfeld«. Auch der Errichtung eines Nebengebäudes auf demselben Grundstück stimmten die Ratsmitglieder zu. Die notwendigen Befreiungen von Festsetzungen des Bebauungsplans wurden erteilt. Genehmigt wurde auch der Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Garage und Nebengebäude, ebenfalls in Nußdorf, »Am Oberfeld«. Für den verringerten Dachüberstand an der Giebelseite der Garage und eine Blecheindeckung des Flachdachs am Nebengebäude erteilte der Gemeinderat eine sogenannte isolierte Befreiung.

Ohne Gegenstimme genehmigt wurde der Antrag eines Holz-Logistik-Betriebs zur Errichtung einer Wartungs- und Unterstellhalle mit Waschbereich und Büro im südlichen Teil des Gewerbegebiets am Weidertinger Ring. Auch befreite der Gemeinderat von den Festsetzungen des Bebauungsplans in Bezug auf die veränderte Grünordnung. pv