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Letzte Arbeiten im »Zwergenland« laufen auf Hochtouren

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Probesitzen auf der Spiellandschaft im Innenhof der neuen Traunreuter Kinderkrippe für ein Bild: Die Leiterin Annett Parthum freut sich auf die Kinder, die ab 4. September das »Zwergenland« an der Brandenburger Straße besuchen. Die letzten Arbeiten auf der Baustelle laufen auf Hochtouren. (Foto: Rasch)

Traunreut. In der fast fertigen städtischen Kinderkrippe an der Brandenburger Straße herrscht reger Betrieb. Schreiner, Elektriker und Einrichter geben einander die Klinken in die Hand. Die Zeit drängt, denn in zwei Wochen werden die ersten Stühlchen im »Zwergenland« besetzt sein. Am Mittwoch, 4. September, beginnt der offizielle Betrieb. Bis dahin gibt es noch jede Menge zu tun. Architekt Lutz Schubert ist aber zuversichtlich: »Wir müssen es schaffen und werden es auch schaffen«, sagte er dem Traunsteiner Tagblatt.


Durch einen späteren Baubeginn und den strengen Winter hat sich der Bauverlauf, für den ohnehin ein straffer Zeitplan angesetzt worden war, verzögert. Die restlichen Außenarbeiten werden sich deshalb noch bis in den Oktober hinziehen. Auf Bewegung an der frischen Luft müssen die Zwergerl bis dahin aber nicht verzichten: Die Spiellandschaft im Innenhof ist fertig und kann schon erkundet und erkrabbelt werden.

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Aber auch im Gebäude selbst dürften sich die Kleinkinder im Alter zwischen sechs Monaten und drei Jahren bestens aufgehoben fühlen. Alles wurde nach pädagogischen Gesichtspunkten geplant. In diesem Zusammenhang lobt Leiterin Annett Parthum das ausgeklügelte Konzept, das gemeinsam mit der städtischen Architektin Ina Veit bis ins Detail ausgetüftelt worden sei. Im »Zwergenland« stehen 50 Plätze in vier Gruppen zur Verfügung. Etwa 20 Plätze sind noch frei. Betreut werden die Kinder – das jüngste angemeldete Kind ist gerade mal sechs Monate alt – von vier Erzieherinnen und vier Kinderpflegerinnen sowie von zwei Praktikantinnen.

Nach Angaben des stellvertretenden Geschäftsführers der Stadtverwaltung, Bernhard Ruf, sei die Personalsuche nicht einfach gewesen. Vor allem bei den Erzieherinnen hätten sich Engpässe abgezeichnet. In der Einrichtung wird nach dem situationsorientierten Ansatz gearbeitet. Dabei stehen die Interessen und Energien der Kinder im Mittelpunkt. Den Kindern wird ein besonderes Umfeld geschaffen, wo sie ihre Potenziale frühzeitig und umfassend entwickeln können. Damit sich die Kinder an die neue Umgebung gewöhnen, wird ihnen und ihren Eltern in der Eingewöhnungsphase mehrere Wochen Zeit gegeben.

Mit der vor drei Jahren eröffneten Kinderkrippe »Bunter Schmetterling« an der Johann-Hinrich-Wichern-Straße, in der durch eine Sondergenehmigung heuer bis zu 55 Kinder betreut werden können, hält die Stadt über 100 Krippenplätze vor. Dazu kommen weitere 36 Krippenplätze im neuen »Haus für Kinder«, das von der Jugendsiedlung gebaut und ab September betrieben wird. Je 12 weitere Krippenplätze bieten der evangelische Kindergarten in Traunreut und der katholische Kindergarten in Traunwalchen an. Unterm Strich bedeutet dies, dass im gesamten Stadtgebiet von Traunreut 165 Krippenplätze zur Verfügung stehen. Damit dürfte der Bedarf für die nächsten Jahre gedeckt sein, sagte Ruf.

Ab September öffnen auch die sieben Kindergärten wieder ihre Pforten. Annähernd ausgebucht ist der städtische Kindergarten in Sankt Georgen mit 100 Plätzen und rappelvoll mit 125 Kindern ist der weitere Städtische Kindergarten an der Johann-Hinrich-Wichern-Straße in Traunreut. Aufgrund des großen Bedarfs wurde die Einrichtung bereits im letzten Jahr um eine fünfte Gruppe ausgebaut. Nach Angaben von Ruf soll der Kindergarten im nächsten Jahr wieder auf vier Gruppen reduziert werden.

Der evangelische Kindergarten verfügt über 51 Plätze und die beiden katholischen Einrichtungen in der Kernstadt (Adalbert-Stifter-Straße und Dresdner Straße) können 177 Kinder besuchen. 50 Plätze bietet der Vereinskindergarten an der Franz-Schubert-Straße an und weitere 50 Plätze das neue »Haus für Kinder« der Jugendsiedlung mit integrativem Ansatz. Mit den insgesamt gemeldeten 609 Kindergartenplätzen und 165 Krippenplätzen sowie den Betreuungsplätzen im katholischen Kinderhort und dem Angebot im Mehrgenerationenhaus und in den Schulen, stehen im Stadtgebiet rund 800 Tagesbetreuungsplätze zur Verfügung. ga