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Leises Wimmern ließ die Beamten aufhorchen

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Diese kleinen Hunde mussten zwischen Koffern und anderem Gepäck eine weite Reise überstehen. Die Polizei stoppte den illegalen Welpentransport eines Rumänen bei Bergen. (Foto: Polizei)

Bergen – Innerhalb weniger Wochen hat die Polizei zum zweiten Mal einen illegalen Welpentransport auf der Autobahn gestoppt, diesmal bei Bergen. Beim Blick in den vollbepackten Kofferraum des rumänischen Kleintransporters hatten die Beamten ein leises Wimmern gehört. Zwischen Koffern und anderem Reisegepäck entdeckte die Polizei sieben Mini-Malteser-Welpen in einem Karton.


Der 30-jährige Rumäne war am Samstag gegen 8.30 Uhr an der Tank- und Rastanlage Hochfelln Nord kontrolliert worden. Er konnte nur unzureichende Dokumente für die jungen Hunde vorlegen, woraufhin der zuständige Veterinär zur weiteren Abklärung hinzugezogen wurde.

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Die sieben Vierbeiner wurden zunächst auf der Dienststelle der Autobahnpolizei in Siegsdorf mit Futter und Wasser versorgt. Nach einer ersten Stärkung ließen sich die kleinen Vierbeiner sogar zu einem kleinen polizeilichen Fototermin »überreden«.

Da die Welpen für den Weiterverkauf nach Amsterdam bestimmt waren und somit ein illegaler Handel mit Hundewelpen vorliegt, veranschlagte der zuständige Vertreter des Veterinäramts eine Sicherheitsleistung im vierstelligen Eurobereich.

Rex, Bubu, Lissy und Co. wurden daraufhin in eine entsprechende tierärztliche Einrichtung gebracht, um sie einer genauen Untersuchung zu unterziehen. Dort werden sie vorläufig bleiben, bis ihr rumänischer Hundehalter entsprechende amtstierärztliche Gutachten vorlegen kann.

Vor gut einem Monat hatten Bundespolizisten den Kleintransporter zweier Slowaken bei Piding kontrolliert. Im Kofferraum des Wagens waren über 200 Tiere verschiedener Rassen zusammengepfercht (wir berichteten mehrfach). Papiere und Impfausweise der Tiere fehlten. Außerdem waren die rund 170 Hundewelpen, 20 Vögel und etwa 20 Schildkröten ohne Futter und Wasser transportiert worden.

Der Handel mit geschmuggelten Tieren boomt nach Angaben des Deutschen Tierschutzbunds, denn damit lässt sich viel Geld machen. Und wer erwischt wird, muss in der Regel nur eine Sicherheitsleistung hinterlassen. KR/fb