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Leicht steigende Einwohnerzahl in Schleching

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Schleching – Bürgermeister Josef Loferer informierte bei der Bürgerversammlung über Zahlen: So wohnen derzeit 2329 Einwohner (1797 mit Hauptwohnsitz und 532 mit Nebenwohnsitz) in Schleching, Tendenz leicht steigend. Es wurden 16 Kinder geboren (2014 zehn), 17 Menschen starben.


Sieben Kinder besuchen die Krippe, 37 den Kindergarten und zehn die Mittagsbetreuung. 40 Schüler hat die Grundschule. Am Schulhof gebe es immer wieder Verschmutzungen mit Zigaretten, Pizzaschachteln, Flaschen und Scherben, eine Bank wurde beschädigt. Die Kinder reinigten den Pausenhof wöchentlich, die Verunreinigungen seien ein sehr schlechtes Vorbild. Loferer appellierte, die Verursacher zur Rede zu stellen.

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Weiter berichtete Loferer, für Solarthermie- und Photovoltaikanlagen wurden Regelungen beschlossen. Die Vorkaufsrechtssatzung sei wichtig für den Fall des Verkaufs von Grundstücken und Gebäuden wegen der Möglichkeit Baulücken zu schließen, der städtebaulichen Entwicklung und Sicherung ortsbildprägender Gebäude und Grünflächen.

Das Konzept »Wohnen beim Kramer« für Senioren sei eine Zukunftsinvestition für die Gesellschaft. Um- und Ausbau kosteten rund 620 000 Euro und wurden über ein Förderdarlehen finanziert. Die Wasserversorgung in Wagrain sei wegen der Bedeutung von Wasser als wichtigstes Grundnahrungsmittel sehr wichtig. Die Kostenschätzung liege bei 159 000 Euro, eine Förderung von 60 Prozent sei möglich. Die Arbeiten seien 2017 geplant.

Über die »Dorferneuerung Schleching III und Raiten« berichtete er ebenso wie über die Straßen. Die Bürger konnten sich an Tafeln informieren, was die Zustandserfassung aller Straßen ergeben hatte (geringe, mittlere, große und sehr große Sanierungsnotwendigkeit). Bereits im Herbst wurden die Ausbesserungsarbeiten an der Achbergstraße erledigt. Die Erschließung des Gasteigwegs wurde beschlossen.

Weiter erinnerte Loferer an die Großübung von Feuerwehr und Bergwacht und an die Versammlung der Feuerwehr am Freitag, 18. März, im Gasthof Geigelstein. Weiter berichtete er über das Bücherei-Angebot mit 22 Zeitschriften-Abos, Hörbüchern und Veranstaltungen. Für Bürger, die nicht zur Bücherei kommen können, gebe es »Bücher auf Rädern«.

Beim Tourismus wurde eine leichte Steigerung verzeichnet. So gab es 81 025 (80 737 in 2014) Übernachtungen und 14 476 (14 143) Gäste. Auffallend war die Steigerung bei Übernachtungen auf Bauernhöfen. Weiter berichtete Loferer, die Beschilderung der Berg- und Radwege sei abgeschlossen. Noch heuer sollten die Talwege markiert werden. Auf der Tourismusbörse Berlin erhielt die »Rad-Reise-Region Chiemsee-Chiemgau« die Zertifizierung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs. Die gute Entwicklung des Haushalts 2015 stellte Loferer ebenso dar wie die Auszeichnung »Kerniges Dorf«. Heuer seien drei größere Vorhaben geplant: der Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeugs, die Fenstersanierung in der Schule und die Planung des grenzüberschreitenden Leader-Projekts »Schmugglerweg/Klobenstein«.

Waltraud Eisenberger äußerte Bedenken zum Vorkaufsrecht und fragte, wie sich das für den einzelnen Bürger auswirke. Loferer betonte nochmals, wie wichtig das für die Innenentwicklung sei und die Möglichkeit, Wohnraum für Einheimische zu schaffen. Es habe aber keinen Einfluss auf Verkaufsverhandlungen der Eigentümer, die Gemeinde müsse sich an die gleichen Konditionen halten.

Sebald Bachmann erinnerte ans »Ökomodell Schleching« (1996/1997), die Basis für das spätere Ökomodell Achental (1999). Er mahnte eine Berücksichtigung des damaligen Mottos »Gesunder Lebensraum – Herausforderung für uns alle« an.

Das »Soziale Netzwerk Schleching« ist im Verein »Schlechinger Murmeltiere« integriert, berichtete Carmen Haas. Es wird gefördert vom Bayerischen Sozialministerium. Es gehe um eine lebendige Dorfgemeinschaft, bei der jeder mitmachen kann. Angesprochen seien alle, die Rat oder Hilfe suchen, sich für Mitbürger engagieren wollen oder für das Projekt spenden wollen.

Zum Senioren-Wohnprojekt »beim Kramer« sagte sie, aktuell sei eine Seniorin eingezogen, bei einer anderen Seniorin laufe ein Antrag. Es seien noch Wohnungen frei. Außerdem berichteten Wolfgang Wimmer zum Thema »Energie« und zweite Bürgermeisterin Elfie Bachmann über die Situation der Asylbewerber. wun