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Lehrer »verschönern« leicht gemacht

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Wer mindestens sechs der zwölf Stationen absolviert hatte, durfte sich einen Lehrer seiner Wahl schnappen, um ihn nach allen Regeln der Schmink- und Frisierkunst zu »verschönern«. (Foto: Mix)

Traunreut. Spielerisch ging es zu beim Abistreich am Johannes-Heidenhain-Gymnasium. An verschiedenen Spielstationen hatten alle Schüler ihren Spaß. Und auch die Lehrer kamen nicht zu kurz, die für diverse Spielchen herhalten mussten.


An zwölf Stationen konnten alle Schüler – nicht nur die Abiturienten – ihre Geschicklichkeit beweisen bei verschiedenen Spielen. Dabei ging es zum Beispiel um Dosenwerfen, wobei die Dosen mit Fotos von Lehrern beklebt waren, um die Motivation bei dem einen oder anderen Schüler zu steigern. Es gab eine Schokokussmaschine, Erbsenhauen, ein Chaosspiel mit lustigen Aufgaben, einen Hindernisparcours, der mit Flossen bewältigt werden musste, Maßkrug stemmen und manches mehr.

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Wer sechs Stationen absolviert hatte, durfte sich einen Lehrer seiner Wahl schnappen und nach eigenen Vorstellungen schminken und frisieren. Hier zeigten sich die Schüler so richtig kreativ und verpassten den Lehrern, die das alles mehr oder weniger gelassen hinnahmen, manche schräge Optik. Einige Lehrer mussten mit Schürzen bekleidet den Pausenverkauf übernehmen und möglichst viele Abiturzeitungen unter die Leute bringen. Besonders die Lehrer, die den Abiturjahrgang unterrichtet hatten, durften noch das eine oder andere Sonderspiel machen: Ein Schubkarrenrennen der Lehrer, Flankyball, ein Fußballspiel zwischen zwei Lehrern, und »blindes Füttern«. Beim Flankyball mussten die vier Spieler Florian Freier, Julian Friedrich, Anja Franke und Isabella Schwarz sehr gesunde Drinks zu sich nehmen wie Sauerkrautsaft, Rote-Bete-Saft und Tomatensaft. »Das Zeug kann man ja nicht trinken«, meinte Florian Freier mit säuerlichem Gesicht und meinte damit seinen Sauerkrautsaft.

Eine echte Strafe war wohl das Fußballspiel zwischen Hans-Jörg Schmidt und Benjamin Flächer für jeden von ihnen. Der 60er-Fan Flächer musste sich nämlich ein Bayerntrikot überziehen und mit geschwärztem Gesicht David Alaba spielen, Bayern-Fan Schmidt durfte dafür ein Dortmund-Trikot überstreifen und stellte Marco Götze dar. Die übrigen Schüler hatten großen Spaß beim Zuschauen und feuerten die Lehrer entsprechend an.

Schon im Vorfeld hatten sich die Abiturienten in einer nächtlichen Aktion im Schulhaus betätigt. Sie hatten Zimmertüren mit Klebestreifen zugeklebt, die Toiletten mit gefüllten Luftballons bestückt und im Gang vor Lehrerzimmer und Sekretariat 1500 mit Wasser gefüllte Pappbecher aufgestellt. Am Morgen mussten die Abiturienten alles selbst wieder entsorgen, erhielten jedoch großen Beifall von den Mitschülern. Der Abistreich 2013 bereitete allen großen Spaß, nicht nur den Abiturienten, die heute ihre Abiturzeugnisse erhalten und von der Schule verabschiedet werden. mix