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Leere Gemeindekasse bereitet Sorgen

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Ruhpolding. Kämpferisch zeigten sich die Ruhpoldinger CSU-Kandidaten bei ihrer letzten Wahlkampfveranstaltung auf der Brandler Alm. Bürgermeisterkandidat Hermann Feil setzt sich im Falle seiner Wahl hohe Ziele. Er nannte dabei eine schnelle Sanierung der Gemeindefinanzen sowie die Umsetzung neuer Erfolgsmodelle für den Ort im Bereich Tourismus und Dorfgemeinschaft.


Mit einem Boot verglich Feil die Gemeindepolitik. Sollte er Kapitän werden, wolle er möglichst viele Ruhpoldinger mit ins Boot nehmen und schnell Fahrt aufnehmen, um andere Gewässer anzusteuern. Dabei sei der Kapitän, also der Bürgermeister, der führende Kopf, »der Ton, Art und Geschwindigkeit« der Reise vorgebe. Mit im Boot müsse auch die Verwaltung der Gemeinde sitzen, von der der Kapitän Mut, Anregungen und Kritik erwarte.

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Das größte Problem für den künftigen Bürgermeister ist die leere Gemeindekasse, betonte Feil. Im Falle seiner Wahl setzte sich Feil das Ziel, Ruhpolding innerhalb von zwei Jahren wieder in ein sicheres Fahrwasser zu lenken. Auch im Tourismus müsse es klare Ziele geben, deren schnelle Umsetzung an frühere Erfolge anknüpfe. Trotz vieler Anstrengungen sei er dankbar für die vergangenen Monate, in denen er von einer »tollen Mannschaft« begleitet worden sei.

Ähnlich äußerte sich Ruhpoldings CSU-Ortsvorsitzender Wolfgang Heigermoser. Seine Partei präsentiere eine offene Liste von Jungeinsteigern bis hin zu erfahrenen Profis, »von denen jeder mit viel Herzblut unseren Ort ein Stück schöner und besser machen will, damit wir weiter kommen.« Dies demonstrierten die CSU-Kandidaten auch bei ihrer Vorstellungsrunde.

In der Diskussion mit den Besuchern stand die Qualität im Tourismus im Mittelpunkt. Einig war man sich, dass es in Ruhpolding viel wertvolles Kapital gebe, dass aber unbedingt besser vermarktet werden müsse. Miteinander könne es gelingen, dem Gast ein Stück Heimat auf Zeit zu geben, damit er gerne wieder nach Ruhpolding zurückkehrt.