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Lebkuchen in cremiger Form

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Mit Sahne und einem sternförmigen Lebkuchen präsentiert Heidi Kecht ihre adventliche Nachspeise. (Foto: Schwaiger-Pöllner)
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Inzell – »Ich probiere gerne neue Rezepte aus«, sagt Heidi Kecht aus Reith bei Inzell. Und so hat sie sich im vergangenen Jahr an die »Lebkuchenmousse mit Mandarinensoße« herangetraut. Bei der Feier zum 70. Geburtstag ihrer Mama kam die adventliche Nachspeise das erste Mal auf den Tisch. »Alle waren begeistert«, erinnert sich die 45-Jährige. Das Rezept hat sie von einem Hotel im österreichischen Mittersill, in dem sie und ihre Familie einmal Urlaub gemacht haben.


»Was gefährlich ist, dass die Mousse nicht fest genug wird«, erzählt die zweifache Mutter. Ihr ist das schon einmal passiert. Aber dann machte sie aus der Not eine Tugend, stach einfach keine Nockerl aus, sondern füllte die Masse in ein schönes Glas.

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Was in ihrer Lebkuchenmousse nicht fehlen darf: die Eier von den eigenen glücklichen Hühnern. Neun Hennen besitzt sie, dazu einen Gockel. Doch das ist bei Weitem nicht das Einzige, was bei ihr auf den Tisch kommt und selbst erzeugt ist. Im Sommer gibt es nicht nur das Gemüse aus dem eigenen Garten, sondern auch das Fleisch von selbst gezüchteten Puten. Im Herbst lässt die Inzellerin aus den eigenen Äpfeln Saft pressen.

»Regional und saisonal«, sind zwei Stichworte, die Heidi Kecht in der Küche beherzigt. Und gesund muss es sein. »Ich esse zwar gerne was Süßes, aber wo es geht, nehme ich Honig statt Zucker.« Eine Einstellung, die sie auch gewonnen hat, seit sie in der Gastronomie tätig ist. Schon viele Jahre lang arbeitet die Inzellerin als Bedienung. »Da hab' ich mir viel abgeschaut zum Thema gesunde Küche«, erklärt sie.

Gulaschsuppe gibt es am Heiligen Abend

Am Heiligen Abend darf es aber auch mal was Deftiges sein, dann gibt es traditionell Gulaschsuppe. »Ich richte am Vortag schon alles her«, erzählt Heidi Kecht. Dann ist nämlich genug Zeit, dass sie, ihr Mann, die 19-jährige Tochter und der 14-jährige Sohn gemeinsam auf die Skipiste gehen können; das hat Tradition, seit der Nachwuchs zu alt für die Kindermette ist. »Das Skifahren am Heiligen Abend ist immer total schön, da ist fast nichts los und wir können in aller Ruhe etwas zu Viert unternehmen«, sagt die Inzellerin. Und wenn die Kechts dann nach Hause kommen, ist alles schon fertig für die Bescherung, zu der auch die gleich nebenan wohnenden Eltern von Heidi Kecht herüberkommen.

Ab dem Ersten Weihnachtsfeiertag ist die 45-Jährige dann verstärkt als Bedienung im Einsatz. Das mache ihr aber nichts aus, zum einen, weil sie an der Arbeit unheimlich viel Spaß habe, zum anderen, weil sie dafür immer den ganzen November und auch noch die erste Dezember-Hälfte freihabe. »Da habe ich immer richtig viel Zeit«, sagt Heidi Kecht. Zeit etwa, um mit den beiden Pferden auszureiten, Bergtouren zu unternehmen – oder eben um in der Küche das ein oder andere neue Rezept auszuprobieren.

Das Traunsteiner Tagblatt veröffentlicht bis zum Weihnachten Rezepte seiner Leser aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, die zur staden Zeit passen. Mit Unterstützung der Familie Tanner verlosen wir unter allen Einsendungen ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen im Landhaus Tanner in Waging.

Gewinnen können aber nicht nur begeisterte Bäcker und Köche, sondern auch unsere Leser. Wir stellen am 19. Dezember eine Frage zu unserer Serie »Kulinarischer Advent«. Wer diese richtig beantwortet, hat am Heiligen Abend vielleicht ein Geschenk unterm Christbaum: Zwei Freikarten für das Silvesterkonzert in Traunstein. san

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