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Lebenswerk des Kulturpreisträgers gewürdigt

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Bürgermeister Klaus Ritter übergab Georg Ihmann und seiner Frau Lore Blumen. (Foto: Mix)

Traunreut – Georg Ihmann, Kulturpreisträger und Träger der Ehrenmedaille in Gold der Stadt Traunreut, feierte bereits Ende Juni seinen 90. Geburtstag.


Aus diesem Anlass veranstaltete die Stadt eine Soiree im Studiotheater des k1. Dr. Rainer Lihotzky gab dabei einen kleinen Einblick in das umfangreiche Werk des Dichters.

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»Weil wir in Georg Ihmann einen begnadeten Lyriker unter uns haben, möchten wir ihn heute Abend mit seinen Worten zu Wort kommen lassen. Ich habe seine Literatur durchforstet und werde versuchen, sein Sprachrohr zu sein«, erläuterte Dr. Lihotzky. Er hatte die vielen Gedichte in sieben Themen-Schwerpunkte eingeteilt: Ihmanns Heimatstadt Traunreut, seine Philosophie des Alltags, die Liebe, der Glaube, seine Beobachtungsgabe, die Lebenszeit und sein Harmoniebedürfnis. Zu jedem Thema las er einige kurze Gedichte vor.

Lihotzky stellte dabei unter anderem fest, dass die Werke des Philosophen und Lyrikers »immer auf andere bezogen sind, ganz selten auf sich selbst« und dass er sehr wohl über den »Tellerrand des Alltags« schauen könne. Der Dichter habe zudem stets »Auge, Ohr, Herz und Seele« intensiv genutzt, um sein Umfeld zu beobachten. Und bei allem Leid, das er selber erfahren und in seinem Leben gesehen hat, sei er stets voller Optimismus, habe ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis, das vielleicht »der Grund ist für die Sympathie, die man ihm überall entgegenbringt«.

Eine Überraschung, die für den Jubilar vorgesehen war, klappte dann doch nicht. Unter den Gästen sollte eigentlich der ehemalige Gesangsschüler des Jubilars Martin Meier sein, der in seiner eigenen Art singend gratulieren wollte. Da er unversehens ins Krankenhaus musste, fiel dieser Teil des Abends allerdings aus.

Am Ende kam Georg Ihmann, der die Veranstaltung neben seiner Frau Lore vom Rollstuhl aus verfolgte, selber zu Wort. Er trug eines seiner Lieblingsgedichte »Ich bin so wie du« persönlich vor.

Zwischen den Lesungen spielte das Ensemble Amphion, bestehend aus Alexander Krins und Thomas Hartmann, Stücke von Moritz Moszkowski, Franz Schubert und Robert Schumann.

Bürgermeister Klaus Ritter gratulierte dem Jubilar im Namen der Stadt und danke ihm dafür, dass er sich »von Anfang an für das Kulturleben in Traunreut engagiert« hat. »Damit haben Sie für die Stadt eine große Ehre eingelegt.« Ritter erinnerte daran, dass Georg Ihmann für seine Verdienste im Jahr 1989 als Kulturpreisträger der Stadt Traunreut und im Jahr 2002 mit der Ehrenmedaille in Gold ausgezeichnet worden ist. mix