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Lebendes Moos für den Sitzungssaal

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Grassau. Der Umbau des Gebäudes der Tourist-Info schreitet voran, denn im Dachgeschoss soll der neue Sitzungssaal installiert werden. Aus dem derzeitigen Sitzungssaal im Rathaus werden dann dringend benötigte Büroräume für die Gemeindeverwaltung. In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates stellte Planer Andi Hofmann aus Rottau sein Konzept für die Einrichtung des neuen Sitzungssaals vor.


Vorbei sind dann die Zeiten von schweren Holzmöbeln. Um den neuen Saal, der durch das historische Gebälk geprägt ist, aufzulockern, werden stattdessen leichte Möbel gewählt. An einem ovalen Tisch mit einem Chromuntergestell werden die 20 Marktgemeinderäte sitzen. An der Stirnseite werden Bürgermeister und Geschäftsführer ihren Platz einnehmen. Direkt hinter dem Bürgermeister soll ein Sideboard einen optischen und funktionalen Abschluss bilden.

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Andi Hofmann informierte zudem über das intelligente Lichtkonzept, mit integrierten Lichtquellen in den Wänden und der Decke. Viel raffinierte Technik wird im neuen Sitzungssaal ebenfalls eingebaut. So wird sich der Beamer in der Decke per iPad bedienen lassen.

Etwas Besonderes hat sich der Planer auch für die Seitenwand einfallen lassen. Zum einen wird diese mit einer lebendigen Moostapete versehen. Die mobilen Seitenteile können verschoben werden und legen dann eine Magnettafel zum Anbringen von Plänen oder Zeichnungen frei. Als Bodenbelag wird Eichenparkett gewählt. Zudem wird der Konferenzraum auch mit Besucherstühlen bestückt. Im Nebenraum wird zudem eine Teeküche eingeplant.

Mit Eingangsportal und dem Konferenztisch in Leichtbauweise würden sich, so der Planer, die Kosten bei 87 000 Euro bewegen. In der etwas abgespeckten Variante würde die Einrichtung des Sitzungssaals rund 70 000 Euro kosten.

Diskussionsbedarf gab es hinsichtlich der Konferenzstühle, die dem Gremium mit knapp 1200 Euro je Stuhl zu teuer waren. Hier soll der Planer weitere Variante vorstellen. Neu war für den Rat auch die geplante Mooswand. Laut Planer lebe dieses Moos, benötige aber kein Wasser und müsse auch nicht zugeschnitten werden. Aber es sorge für eine gute Akustik und Optik.

Ob die Einrichtung noch im Kostenrahmen liege, interessiert Hans Münch (CSU). Laut Bürgermeister Rudi Jantke wurden für den Umbau und Einrichtung insgesamt 400 000 Euro im Haushalt eingestellt. Mit der abgespeckten Variante liege man im Kostenrahmen. Manfred Huber (AE) sprach von einem gelungenen Konzept. Nur die vorgeschlagenen Freischwingerstühle seien zu teuer.

Abgelehnt wurden vom Gremium am Ende die teuren Stühle sowie das Eingangsportal, ebenfalls aus Kostengründen. Das übrige Konzept wurde aber einhellig akzeptiert. Nun muss der Planer noch nach anderen Stuhlvarianten Ausschau halten. tb