weather-image
24°

Leader: Schleching muss maximal 18 750 Euro zahlen

0.0
0.0

Schleching. Dass sich die Gemeinde Schleching am Leader-Programm »Chiemgauer Alpen« – es fördert innovative Aktionen im ländlichen Raum – beteiligen soll, hatte der Gemeinderat schon im vergangenen Herbst entschieden. In der jüngsten Sitzung des Gremiums informierte Leader-Manager Kolja Zimmermann über die Kosten, die durch die Teilnahme am EU-Programm auf Schleching zukommen werden.


Laut Zimmermann beteiligen sich 13 Landkreisgemeinden entlang der Chiemgauer Alpen einschließlich Traunstein und Surberg mit rund 65 000 Einwohnern und einer Fläche von 630 Quadratkilometern an der Leader-Aktionsgruppe (LAG). Die Gesamtsumme der LAG beläuft sich auf 578 000 Euro. Nach Abzug der Förderung entfallen auf die beteiligten Gemeinden 328 000 Euro, verteilt auf die Jahre 2014 bis 2020.

Anzeige

Für einen gerechten Kostenschlüssel seien nach Abstimmung mit den Bürgermeistern jeweils zu einem Drittel die Einwohnerzahl, die Gemeindefläche und der Solidaritätsbeitrag herangezogen worden. Auf die Gemeinde Schleching entfallen für den genannten Zeitraum damit maximal 18 750 Euro. Der Gemeinderat genehmigte einstimmig die Kostenbeteiligung.

Zuschuss für Inklusionsverein

Mit Schreiben vom 2. Februar hatte Ratsmitglied Hannes Hörterer aus Mettenham einen Antrag auf Unterstützung des Inklusionsvereins Südostbayern in Reit im Winkl gestellt. Zur Sitzung kamen zu diesem Tagesordnungspunkt die Vereinsvorsitzende Regina Käufer und einige betroffene Bürger aus Mettenham. Ziel des Vereins sei, Inklusion als ein gleichberechtigtes Miteinander zu leben und soziale Ausgrenzung aller betroffenen Gruppen zu mindern, erklärte Käufer. Hierzu seien entsprechende Veranstaltungen geplant. Die Ratsmitglieder begrüßten das Engagement und beschlossen, den Verein zu unterstützen. Bürgermeister Josef Loferer sagte zu, sich in Bezug auf die Förderhöhe mit seinen Bürgermeisterkollegen abzustimmen.

Das Gremium befasste sich auch mit dem Antrag von Franz Strohmayer vom Berggasthof Streichen, die Kurzparkdauer am oberen Parkplatz für die Gebühr von einem Euro von zwei auf drei Stunden zu verlängern. Zur Verdeutlichung der gesperrten Zufahrt zu seinem Gasthaus will er zusätzlich ein Schild anbringen mit den Worten: »Weiterfahrt bis zum Berggasthof Streichen ist nur mit Genehmigung der Gemeinde Schleching gestattet. Kontrollen werden durchgeführt«.

Den Weg zum Streichen unterhält die Gemeinde Schleching. Mit dem Eigentümer, den Bayerischen Staatsforsten, gibt es hierzu einen Vertrag, der ausdrücklich festlegt, dass die Gemeinde nur in begründeten Fällen Ausnahmegenehmigungen für die Benutzung des Weges erteilen darf. Die Gemeinde hat für die Parkfläche an den Forst Pacht zu zahlen. Der Automat am Streichen ist von April bis November in Betrieb und wie die übrigen Automaten im Gemeindegebiet bisher einheitlich eingestellt – für einen Euro kann man bis zu zwei Stunden stehen bleiben, wer den Parkplatz länger nutzt, zahlt zwei Euro.

Parkdauer erhöht sich von zwei auf drei Stunden

Der Rat beschloss die Kurzparkdauer für einen Euro bei allen Automaten der Gemeinde auf drei Stunden zu verlängern und am oberen Streichen-Parkplatz das Schild »Verbot für Kraftfahrzeuge und Krafträder« durch die gewünschte zusätzliche Tafel zu ergänzen.

Im Baugebiet »Mühlau – Alte Gärtnerei« mit fünf Baugrundstücken wird eine neue Stichstraße mit einer Länge von 105 Metern gebaut. Hierfür legte der Gemeinderat auf Vorschlag von Vinzenz Bachmann den Straßennamen »Gattererweg« – nach einem alten Hausnamen – mit sieben gegen vier Stimmen fest.

Bei den Kommunalwahlen im März werden in den Wahlvorständen in Schleching 26 Bürger ehrenamtlich tätig sein. Als Aufwandsentschädigung ist ein Erfrischungsgeld üblich, für das der Landkreis und die Gemeinde je zur Hälfte aufkommen. Der Rat stimmte dem Vorschlag eines Erfrischungsgeldes von 25 Euro und einer Abendmahlzeit je Wahlhelfer zu. bre