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Beeindruckende Tiernummern und Akrobatik beim Circus Carelli in Traunreut zu sehen

»Lassen Sie den Zirkus nicht sterben«

Traunreut – Der Circus Carelli gastiert derzeit in Traunreut und hat sein großes Zelt auf der Wiese neben dem Kaufland aufgeschlagen. Beeindruckende Tiernummern und atemberaubende Akrobatik in der Manege erwarten die Besucher. Nur noch heute und morgen gibt es bei vier Vorführungen die Gelegenheit, das rund zweistündige Programm zu sehen.

Francesco Spinelli zeigte, was seine Pferde können. (Foto: Mix)

Francesco Spindler, der Leiter des Circus Carelli, führte bei der großen Galavorstellung zum Auftakt des Gastspiels durch das Programm und wies dabei auch auf die Situation der reisenden Zirkusse in Deutschland hin. Sein Appell an die Zuschauer lautete: »Lassen Sie den Zirkus nicht sterben, helfen Sie uns, damit wir nicht untergehen. Zu viele mussten schon aufhören.« Er berichtete, dass der Circus Carelli täglich rund 6000 Euro braucht, um all seine Ausgaben finanzieren zu können. Im Frühjahr sei zudem durch ein Unwetter ein Schaden in Höhe von 40 000 Euro entstanden, der die Zirkuskasse stark belastete. Jeder Besucher und jeder Euro seien daher wichtig.

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Als jüngstes Mitglied der Zirkusfamilie hatte bei der Premierenvorstellung auch der dreijährige Anthony einen Auftritt in der großen Manege. Im schicken Anzug versuchte er, seinen Stoffhund Balu dazu zu bewegen, dass er durch einen Reifen springt. Als dies nicht klappte, half der Bub kurzerhand mit einem Fußtritt nach.

Die Tiere des Zirkus, die allesamt bestens gepflegt sind, zeigten, was sie gelernt haben. Tierlehrer Francesco Spinelli führte stolze Kamele und rassige Pferde vor, Edi Laforte aus Österreich zeigte eine witzige und turbulente Nummer mit seinen Hunden und erwies sich auch als Meister der Jonglage. Comedian Timmy sorgte für so manchen Lacher, zeigte aber auch, dass er ein ausgezeichneter Musiker ist, und versuchte den Esel Manolito zu kleinen Kunststückchen zu bewegen. Auch die beiden Kühe Heidi und Milka führte er vor, eine absolute Seltenheit im Zirkuszelt. Die junge Ashley wirbelte Hula-Hoop-Reifen, Desdemona faszinierte am Luftring und der kubanische Artist Utnier zeigte atemberaubende Akrobatik am »Chinesischen Mast« und am Schwungseil in schwindelerregender Höhe. In der Pause konnten die Besucher die Tiere anschauen und streicheln oder auf einem Kamel beziehungsweise Pony reiten. Besonders die vielen Kinder hatten ihren Spaß.

Am heutigen Montag gibt es noch zwei Vorführungen um 15.30 und 19.30 Uhr, am Nachmittag ist großer Familientag. Morgen gibt es die letzten beiden Vorstellungen um 11 und 15 Uhr. mix