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Langlauf in Ruhpolding

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Ruhpolding. Neben den Biathlonwettkämpfen sollen auf Wunsch der Organisatoren bei den Olympischen Spielen 2022 auch die Langlaufwettbewerbe in Ruhpolding stattfinden. Darüber berichtete Bürgermeister Claus Pichler dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung. Die Orte Inzell und Reit im Winkl, die zuvor ebenfalls als mögliche Langlauf-Austragungsorte zur Diskussion standen, sind damit aus dem Rennen.


Ruhpolding erscheine nach Aussage der Organisatoren als »günstigster Standort für die Wettbewerbe«, so Pichler. Nachdem der Tourismusort im Rahmen der Bewerbung für die Biathlonwettbewerbe bereits fix gesetzt sei, käme dann noch eine weitere Sportart hinzu. Der Leiter des Biathlonzentrums, Engelbert Schweiger, ergänzte, dass die Durchführung der Langlaufwettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen touristisch sehr wichtig sei.

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»Es bedarf noch einer aufwändigen Klärung«

Pichler sieht hinsichtlich des Bürgerentscheides am 10. November noch viel Arbeit auf die Bewerberorte zukommen. »Es bedarf noch einer aufwändigen Klärung«, sagte er. So müsste sich zum Beispiel der Kreistag bei der nächsten Sitzung am kommenden Freitag entscheiden, wie die Fragestellung zum Bürgerentscheid formuliert wird.

»Was aber die Bürger interessiert, sind die finanziellen Aufwendungen, die auf die Kommunen zukommen«, so der Rathauschef weiter. Der Landkreis werde aber für die Kosten für die Olympiabewerbung aufkommen. Trotzdem braucht es für Pichler ein »Konzept mit Maß und Ziel«.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde der Satzungsbeschluss zur Ortsabrundungssatzung für den Ortsteil »Buchschachen« gefasst. Wie Bauamtsleiter Hans Hechenbichler zunächst erinnerte, habe die Gemeinde bereits vor Längerem beschlossen, den Entwurf für einen entsprechenden Beschluss aufzustellen. Anfang September sei dann die verkürzte Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt worden.

Aus naturschutzfachlicher Sicht sei ein Punkt der Checkliste nicht ausreichend abgearbeitet worden, antwortete der Fachreferent für Naturschutz am Landratsamt. »Es ist zumindest zusätzlich eine Ortsrandeingrünung darzustellen und festzusetzen«, argumentierte dieser. Im Rahmen der Abwägung der Gemeinde seien schließlich zwei Obstbäume festgesetzt worden. »Das finde ich nicht für sinnvoll«, meinte Hermann Feil, worauf ihm der ebenfalls eingeladene Regierungsbaumeister Anton Zeller antwortete: »Nach den Naturschutzvorstellungen ist das aber gewünscht.«

Bei den Vorberatungen im Planungs- und Ortsgestaltungsausschuss sei zudem festgestellt worden, dass die im bisherigen Entwurf enthaltene Wandhöhe bei einem Grundstück mit 4,25 Meter zu gering bemessen sei. Diese sollte entsprechend der Vorplanung des beauftragten Büros auf 4,80 Meter festgesetzt werden. »Das ist ein Kompromiss, mit dem man leben kann«, meinte dazu Regierungsbaumeister Zeller. Schließlich wurde die Ortsabrundungs- und Einbeziehungssatzung für das Gebiet Buchschachen einstimmig beschlossen. hab