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Langjährige Mitglieder beim Burschenverein geehrt

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Vorsitzender Andreas Eckart (links) und sein Stellvertreter Klaus Gschwendner (rechts) ehrten Georg Haberlander, der seit 60 Jahren Mitglied im Burschenverein ist. (Foto: H. Eder)

Surberg. Hohe Ehrungen hat es bei der Jahreshauptversammlung des Burschenvereins Surberg im Gasthaus Lauter gegeben. Es wurden drei neue Ehrenmitglieder ernannt, und neben einer ganzen Reihe von Mitgliedern, die seit 25 und gar schon seit 50 Jahren im Verein sind, wurde vor allem Georg Haberlander sen. geehrt: Er ist seit 60 Jahren Mitglied im Burschenverein Surberg. Die Versammlung beschloss zudem, die alte Vereinsfahne von 1961 restaurieren zu lassen.


An Georg Haberlander überreichten die beiden Vorsitzenden Andreas Eckart und Klaus Gschwendner Ehrennadel, Urkunde und einen Geschenkkorb für dessen 60-jährige Mitgliedschaft. Dann waren aber die beiden Vorsitzenden selber an der Reihe, geehrt zu werden, zusammen mit Heinrich Koch jun.: Alle drei sind seit mehr als zehn Jahren in der Vorstandschaft tätig und wurden daher laut Satzung für ihr Engagement zu Ehrenmitgliedern ernannt.

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Die Würdigung ihrer Verdienste oblag dem Ehrenvorsitzenden Josef Lohwieser. Andreas Eckart war zunächst drei Jahre Zweiter Vorsitzender gewesen, ehe er 2006 zum Vorsitzenden gewählt wurde, ein Amt, das er bis heute ausübt. In seine Amtszeit fiel das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen, das er laut Lohwieser »gut über die Runden gebracht« habe. Klaus Gschwendner war im Verein zunächst Fahnenbegleiter gewesen, seit 2006 ist er Zweiter Vorsitzender. Bei der 100-Jahr-Feier war er Festleiter. Heinrich Koch schließlich war in den neunziger Jahren drei Jahre lang Fahnenbegleiter gewesen und ist seit 2006 Mitglied im Vereinsausschuss. Abschließend übergab Lohwieser die Urkunden an die drei neuen Ehrenmitglieder

Neben Georg Haberlander sen. für 60 Jahre wurden folgende weitere langjährige Vereinsmitglieder geehrt: für 50 Jahre Hermann Aiblinger, Richard Aicher, Johann Bachmeier, Franz Biermaier sen., Franz Eder sen., Josef Grünäugl, Albert Haberlander, Josef Oellinger, Engelbert Pertl und Franz Pertl, für 25 Jahre Siegfried Haberlander jun., Josef Hogger und Wilfried Lifka.

Vorsitzender Andreas Eckart und Schriftführer Gerhard Mayer fassten bei ihren jeweiligen Rückblicken das aktuelle Vereinsjahr zusammen. Höhepunkt des Jahres ist immer das Maifest, das zusammen mit anderen Vereinen organisiert wird; heuer sei das Fest gut gelaufen, fasste Eckart zusammen, mit dem Besuch sei man durchaus zufrieden gewesen. Durch das Fest kam Geld in die Kasse, das dann für Spenden an bedürftige Bürger und Familien verwendet wurde: insgesamt 1650 Euro, wie aus dem Kassenbericht von Kassier Hans Eder hervorging.

Weitere Veranstaltungen des Jahres waren eine Maiandacht, die Teilnahme an kirchlichen Festtagen und an den Jubiläen umliegender Vereine, Gratulationsbesuche bei Geburtstagen und dem letzten Geleit am Grab von gestorbenen Mitgliedern. Beim Gemeindeschießen im Luftgewehr wurden die Burschen Vierte, beim Eisstockschießen gegen den Burschenverein Neukirchen gab es einen 3:0-Erfolg. Der Vereinsausflug mit 38 Teilnehmern ging nach München zur Allianz-Arena und zum Flughafen. Einige Mitglieder des Vereins bauten für die Spielhütte am Kindergarten eine Terrasse. Die Mitgliederzahl ist von 328 auf 322 zurückgegangen.

Der Kassier hatte über eine Minderung des soliden Vermögens um 2000 Euro zu berichten. Wesentliche Posten der Ausgaben waren neben den Spenden die Kosten für Beerdigungen, Veranstaltungen, Geschenke und den Steuerberater sowie für den Ausflug.

Bürgermeister Josef Wimmer meinte angesichts der zahlreichen Ehrungen, die langjährige Treue so vieler Mitglieder zeige, dass »es stimmt im Verein«. Das Ehrenamt spiele in der Gemeinde Surberg eine große Rolle. Die Verantwortlichen des Burschenvereins lobte er für ihr Engagement und hob besonders die am Gartenhäuschen des Kindergartens geleistete Arbeit und die Spenden für Bedürftige hervor.

Einen Krug gab es für Stefan Lohwieser, der aus der Vorstandschaft ausgeschieden ist. Nachdem bei der jüngsten Versammlung kein Fahnenbegleiter gefunden worden war, konnte Vorsitzender Eckart jetzt wieder einen Kandidaten benennen: Thomas Koch hat sich dazu bereit erklärt und wurde einstimmig in dieses Amt gewählt.

Eine weitere Abstimmung ganz am Schluss betraf die Fahnen des Vereins. Wie Vorsitzender Eckart schilderte, besitzt der Verein drei Fahnen: aus den Jahren 1931, 1961 und 1986. Die Fahne aus dem Jahr 1961 werde gern etwa bei Beerdigungen genommen, weil sie leichter zu tragen sei. Andererseits sei sie nicht mehr gerade in Bestzustand. Das Gutachten einer Fahnenstickerei spricht eine deutliche Sprache: Da sei von »verschmutzten und verknitterten« Teilen die Rede, der schwarze Samt habe einen Riss aufzuweisen, und es gebe braune Flecken im Stoff. Von daher werde eine Restaurierung empfohlen. Dieser Empfehlung schloss sich Vorsitzender Eckart an. Die Kosten dafür lägen bei etwa 2400 Euro. »Das Geld dafür hätten wir«, fügte er hinzu. Dem schlossen sich die rund 60 Anwesenden bei einer Gegenstimme an. he

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