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»Langjährige Blutspender sind Vorbilder«

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Der BRK-Kreisvorsitzende Konrad Schupfner (links) und Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer (rechts) ehrten langjährige Blutspender (von links): Walter Tyralla, Martin Weidenspointner, Johann Huber und Franz Loeb spendeten bereits jeweils 100 Mal ihr Blut. Sogar 125 Blutspenden kann Paul Gutmann vorweisen. (Foto: BRK TS)

Blutspenden rettet Leben. Darum zählt die Organisation, Bewerbung und Durchführung von Blutspendenterminen zu den Kernaufgaben des Kreisverbands Traunstein des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Doch ohne die zahlreichen, fleißigen Spender im Landkreisgebiet wäre das ehrenamtliche Engagement der BRK-Mitarbeiter und -Helfer vergebens. Als kleinen Dank für die vielfach gezeigte Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft zeichnete der BRK-Kreisverband Traunstein darum 71 langjährige Spender bei einer Ehrungsfeier in der Kreisgeschäftsstelle aus.


»Die Gesellschaft braucht Vorbilder. Und langjährige Blutspender sind Vorbilder. Mir als BRK-Vorsitzenden ist es namens des BRK wichtig, dass Sie da sind, damit wir Ihnen hier für Ihr Engagement, für die Blutspende danken können«, sagte der BRK-Kreisvorsitzende Konrad Schupfner in seiner Rede vor den Blutspendern. Die Geehrten haben bereits jeweils 50, 75, 100 oder – wie Paul Gutmann aus Traunreut und Josef Maier aus Stein an der Traun – sogar 125 Mal Blut gespendet.

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Für ihr langjähriges Engagement wurden die fleißigen Spender von Schupfner mit einer Anstecknadel sowie einer Urkunde ausgezeichnet und mit einem Präsent bedacht. Was die Geehrten durch ihre bisherigen Blutspenden bereits geleistet haben, zeigt eine simple Rechnung. Addiert man die bislang gespendete Blutmenge aller Ausgezeichneten, kommt man auf die imposante Zahl von 1225 Litern. Das entspricht in etwa dem Volumen von neun handelsüblichen Badewannen.

Im Landkreis Traunstein haben die BRK-Helfer in diesem Jahr bereits 46 Blutspendentermine durchgeführt. Dabei konnten 4745 Blutkonserven sowie 293 Erstspender gewonnen werden. Im Jahr 2013 zeigten besonders die Einwohner von Palling großes Engagement für die Allgemeinheit. 133 Bürger der Gemeinde spendeten im Schnitt bei jedem Termin Blut. Zum Dank überreichte Schupfner eine Anerkennungsurkunde an Pallings Bürgermeister Josef Jahner. Hinter Palling platzieren sich Traunstein mit durchschnittlich 131 Spendern pro Termin und Obing (126).

Da Blut nur vom Körper selbst gebildet werden kann, nur begrenzt haltbar ist und der medizinische Bedarf an Blutkonserven steigt, ist die Blutspende nach wie vor von hoher Bedeutung. Patienten mit schweren Krankheiten oder bei umfangreichen Operationen sind auf Bluttransfusionen und damit auf die Bereitschaft der Spender angewiesen. Alleine in Bayern werden pro Tag rund 2000 Blutkonserven für Kranke und Unfallopfer benötigt. Je mehr Dauerspender es gibt, desto konstanter ist die Versorgung und größer die Sicherheit. Blut spenden kann jeder zwischen 18 und 68 Jahren, der gesund und kein Risikospender ist und dessen Körpergewicht mehr als 50 Kilogramm beträgt. Männer können jährlich bis zu sechsmal spenden, Frauen bis zu viermal.

Die Blutspende hat neben ihrem gesellschaftlichen Nutzen auch einen individuellen Vorteil für den Spender, denn jede Spende wird vom BRK nach wissenschaftlichen Standards im Labor untersucht. So wird beispielsweise der Gehalt an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) ermittelt. Zudem wird das Blut mit verschiedenen Tests gründlich auf Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis und Syphilis untersucht. Weichen die Ergebnisse der Untersuchungen von der Norm ab, wird der Blutspender vom BRK benachrichtigt. Bei jedem Blutspendentermin erhalten die Spender somit eine aktuelle und hilfreiche Kontrolle ihres Gesundheitszustands.