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Lange Diskussion im Stadtrat

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Traunstein – Lange und stellenweise auch hitzig hat der Traunsteiner Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung über eine Erweiterung des Gewerbegebiets Nord diskutiert. Letztlich sprach sich das Gremium gegen die Stimmen der Grünen-Fraktion dafür aus, die Erweiterung »in kürzestmöglicher Zeit« voranzutreiben.


Wunsch des Stadtrats ist es, dass im Gewerbegebiet Nord die dort ansässigen Unternehmen die Möglichkeit haben, sich zu vergrößern und dass es dort auch Platz für die Neuansiedlung von Firmen gibt. Großflächigen Einzelhandel, Discounter oder Vergleichbares soll es dort aber künftig nicht geben. Vorrang sollen dagegen heimische Handwerks- und Mittelstandsbetriebe haben.

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»Wir würden gemeinsam entscheiden, wer dort Grund kriegt«, führte Oberbürgermeister Christian Kegel aus. Mit Nachdruck betonte er, dass die Nachfrage nach Gewerbegrund groß sei. »Wir müssen handeln«, meinte er. Mit Blick auf den an das Gewerbegebiet angrenzenden Haidforst betonte Kegel: »Wir würden nicht auf Vorrat abholzen, sondern Schritt für Schritt nach Bedarf.«

Die Grüne-Fraktion forderte von der Stadt eine Liste mit den Namen der Unternehmen, die sich für eine Neuansiedlung beworben hätten. Schließlich gehe es im Gewerbegebiet Süd und an der Sonntagshornstraße nur »zäh voran«, wie Grünen-Stadtrat Wilfried Schott sagte. Fraktionskollegin Burgi Mörtl-Körner betonte: »Wir leben in Zeiten des Klimawandels. Die Versiegelung der Landschaft hat katastrophale Folgen.«

Für eine Erweiterung warb unter anderem dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD). Sie erinnerte daran, dass die SPD in den 1990er Jahren maßgeblich an der Bürgerinitiative »Rettet den Haidforst« beteiligt war. »Aber die Zeiten haben sich geändert. Wir müssen mit Gewerbe nachziehen.« (Ein ausführlicher Bericht folgt.) san