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Landwirtschaftsmeister wurden geehrt

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Chieming. Beim Kreisbauerntag des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) im Harter Festzelt ehrte Kreisobmann Sebastian Siglreithmayer und Kreisbäuerin Resi Schmidhuber die Landwirtschaftsmeister aus dem Landkreis. Dies sind: Ludwig Georg (Truchtlaching), Bernhard Hennes (Grabenstätt), Josef Huber (Engelberg), Matthias Huber (Palling), Johannes Jäger (Tittmoning), Johann Kaindl (Grabenstätt), Peter Kraller (Taching am See), Andreas Maier (Tittmoning), Josef Paulmaier (Obing) und Richard Siglreitmaier (Wonneberg).


Ortsbäuerin Andrea Probst und Ortsobmann Franz Kirchmeier gaben an, dass es im Gemeindegebiet noch 71 landwirtschaftliche Betriebe gibt. Wobei der Schwerpunkt in der Grünlandbewirtschaftung mit Milchvieh liege, betonten sie.

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Der Kreisbauerntag sei für ihn ein fester Termin, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer in seinem Grußwort. Er sei froh, dass der BBV den Bauernstand so stark vertrete. Als Verkehrsminister vertrete er die Meinung, dass mit den Grundstückeigentümern und mit den Landwirten partnerschaftlich umgegangen werden müsse. Denn für jede Baumaßnahme, ob Radweg oder Umgehungsstraße, würden Flächen benötigt und aus seiner Erfahrung könne er sagen, wo ein Wille sei, sei im partnerschaftlichen Umgang auch ein Weg.

Landrat Hermann Steinmaßl ging in seiner Rede auf die Weltbevölkerung ein. Rund sieben Milliarden Menschen leben derzeit auf der Erde, wobei eine Milliarde hungere, so Steinmaßl. In den nächsten rund drei Jahrzehnten werde die Weltbevölkerung auf über neun Milliarden Menschen ansteigen und der Druck auf landwirtschaftlichen Flächen, Wasser und Nahrungsmittel werde dementsprechend steigen. Im Landkreis Traunstein liegt laut Steinmaßl die durchschnittliche Flächengröße der landwirtschaftlichen Betriebe bei 26 Hektar. Wer hier von Agrarindustrie rede, dem habe es wohl sein Maß sehr stark verzogen, betonte Steinmaßl.

Das Festreferat zum Thema »Globalisiertes Agrarrohstoffmanagement« hielt der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. Er sei in großer Sorge um den Wohlstand in Deutschland und Bayern, meinte Lutz. Gerade im klimatisch begünstigten Grünlandgürtel seien die Exporte unerlässlich. In den Diskussionen würde immer vergessen, dass die Lebensmittel noch nie so gesund und noch nie von so hervorragender Qualität waren. In der Landwirtschaft wüssten die Bauern, wie sie mit ihren Tieren verantwortungsvoll umzugehen hätten.

Die Agrarmärkte und Agrarströme haben sich laut Lutz geändert und durch den Abbau von Handelshemmnissen ist sinnbildlich alles etwas kleiner geworden. Die Preise für die Agrarprodukte würden nicht mehr vor Ort, sondern auf dem internationalen Finanzparkett gemacht.

Lutz hatte für den Harter Burschenverein noch ein besonderes Geschenk parat: Da die BayWa wie der Burschenverein in diesem Jahr das 90-jährige Bestehen feiert, lud Lutz die Harter Burschenschaft auf die Grüne Woche in Berlin im Januar 2014 zu einer Nachfeier ein. MP