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»Landwirte schaffen Heimat«

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Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber sprach am Sonntag im Ottinger Festzelt. (Foto: Wittenzellner)

Waging am See – Das Ottinger Festzelt fest in der Hand weiblicher Politgrößen: War im vergangenen Jahr im Rahmen des Wahlkampfes zur Bundestagswahl Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zu Gast, so hatte heuer die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber praktisch ein Heimspiel. Entsprechend groß war der Applaus, als die Ministerin am Sonntagvormittag in das Festzelt einzog, indem viele Besucher gemütlich beim politischen Frühschoppen der CSU zusammensaßen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Ottinger Blaskapelle unter der Leitung von Tobias Schreiber.


»Das Bierzelt ist der Höhepunkt in Otting«

Zunächst dankte Georg Steinmaßl, Vorstand der DJK Otting , den ehrenamtlichen Mitarbeitern für das engagierte Helfen. Magdalena Obermayer, stellvertretende Ortsvorsitzende der CSU Waging sagte, »es kann uns nichts Besseres passieren, als eine Landwirtschaftswirtschaftsministerin aus und für die Region zu haben.« Sie zeige in der kurzen Zeit als Staatsministerin, dass sie ihr Amt mit Leidenschaft ausübe.

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Matthias Baderhuber, Zweiter Bürgermeister der Marktgemeinde Waging bedankte sich bei der ausrichtenden DJK Otting und sagte: »Das Bierzelt ist der Höhepunkt in Otting.« Es sei für eine Marktgemeinde wie Waging enorm wichtig, »einen guten Draht« in die Staatskanzlei und in die Ministerien zu haben.

»In Otting sind Sie besonders gut aufgehoben – und auch in der CSU« rief Bundestagsabgeordneter Dr. Peter Ramsauer den Besuchern zu. Die Politik der CSU sei aus einem Guss gemacht, betonte er.

Kaniber: Den Dialog suchen

Staatsministerin Kaniber sagte in ihrer Rede, dass eine Gesellschaft nur funktioniere, wenn man den Dialog miteinander suche. Es gelte im guten Miteinander – und hier nahm sie auch die vielen anwesenden Urlauber mit ins Boot – das weiß-blaue Lebensgefühl »Leben und Leben lassen.« Viel Lob gab es für die DJKler. Es sei ein erfolgreicher katholischer Sportverein, der dazu Integration Hilfesuchender erfolgreich praktiziere. Integration funktioniere, wenn beide Seiten mitten würden, so Kaniber.

In der Agrarpolitik wünschte sie sich Respekt vor der Leistung der Bauern. »Unser Land sähe anders aus ohne die, die sich tagtäglich darum kümmern. Sie leben Brauchtum, Sie schaffen Heimat.« Jeder siebte Arbeitsplatz in Bayern hänge an der Landwirtschaft. Kaniber monierte, dass man von den Landwirten immer mehr Tierwohl und Naturschutz fordere. »Dann muss man aber auch akzeptieren, dass das Stück Fleisch und der Liter Milch mehr kosten.« Es brauche aber nicht nur den Endverbraucher, sondern auch den Lebensmitteleinzelhandel mit im Boot. »Lebensmittel verramscht man nicht«, betonte Kaniber.

Kita-Gebühren nicht abschaffen

Und auch gegen eine Abschaffung der Kita-Gebühren im Stil Berlins sprach sie sich aus. Bayern habe zur Stärkung der Familien das Bayerische Familiengeld eingeführt, so die dreifache Mutter. Sie verteidigte Eltern, die ihre Kinder nicht in Einrichtungen schicken würden, sondern zu Hause erziehen würden. Die Wahlfreiheit sei der Staatsregierung wichtig.

Nach der Ansprache von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ging es im und um das Festzelt unter der Leitung der DJK Otting noch weiter mit einem bunten Programm für Jung und Alt. awi