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Landwirt in Roth soll Hof erweitern können

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Bürgermeister Hans-Jörg Birner nahm dem neuen Gemeinderat Johannes Hofmeister (rechts) in der jüngsten Sitzung in Kirchanschöring den Amtseid ab.

Kirchanschöring – Gleich zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung in Kirchanschöring wurde ein neues Mitglied vereidigt: Johannes Hofmeister tritt die Nachfolge des kürzlich verstorbenen Hermann Gschirr an. Auch in den Ausschüssen war eine Neubesetzung notwendig: Sebastian Brüderle ist dem Bau- und Umweltausschuss beigetreten, Hofmeister dafür den Ausschüssen »Familie, Soziales, Kultur« und »Gemeindeentwicklung«. Im Verbandsrat des Zweckverbands Achengruppe nehmen künftig Rudi Roider die Position des Verbandsrates und Sebastian Brüderle als dessen Stellvertreter ein.


Und noch eine Bestätigung stand auf der Tagesordnung: Christian Steinmaßl ist neuer Kommandant und Hannes Wagner sein Stellvertreter bei der Freiwilligen Feuerwehr Lampoding. Die Wahl hatte bereits im März stattgefunden; jetzt folgte noch die Bestätigung der Gemeinde. Steinmaßl und Wagner sind die Nachfolger von Klaus Reschberger, der sechs Jahre als zweiter und neun Jahre als erster Kommandant im Amt war, und ein seinem Stellvertreter Johann Steinmaßl, der dieses Amt neun Jahre inne hatte.

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Geknüpft an einige Bedingungen befürwortete der Gemeinderat den Antrag eines Landwirts aus Roth. Um auf ökologischen Anbau nach Naturlandrichtlinien umzustellen, möchte der Bauer seinen Hof vergrößern und Liegeboxen, einen Melkstand und einen Laufstand anbauen. Aufgrund der Fristen seitens Naturland wird die Entscheidung zeitnah benötigt. Der Gemeinderat fordert, dass die Nachbarn beteiligt werden und das Grundstück eingegrünt wird.

Da das neue Gebäude außerhalb der überbaubaren Grundstücksgrenzen liegt, ist sich das Gremium aber nicht sicher, ob das Landratsamt Traunstein einer Baugenehmigung mit Befreiung vom Bebauungsplan zustimmt. Grundsätzlich sei es ihrer Ansicht nach sehr zu begrüßen, dass ein Landwirt sich innerhalb eines Dorfes noch weiterentwickeln könnte. Sollte seitens des Landratsamts eine Bebauungsplanänderung notwendig sein, beschloss der Rat bereits jetzt, ein Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans Roth in die Wege zu leiten.

Kaum etwas einzuwenden gab es gegen die Bebauungspläne Tettenhausen Ost und Gut Horn, die die Marktgemeinde Waging aufgestellt hatte und nun dem Gemeinderat zur Kenntnisnahme vorlegte. Das Gremium einigte sich darauf, dass in den Plänen für die Erschließung von Gut Horn ein möglicher Korridor berücksichtigt werden soll. Die Straße von Tettenhausen nach Gut Horn, die seit der Verbreiterung auf 339 Quadratmetern auf Kirchanschöringer Gemeindegrund liegt, soll wieder komplett auf Waginger Grund liegen. Entgegen der Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses Kirchanschöring stimmte der Gemeinderat jetzt mit nur einer Gegenstimme der Anfrage aus Waging zu. Zur Aufstellung des Bebauungsplans Gut Horn wurde das Ergebnis der Beteiligung der Öffentlichkeit vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen und einige Hinweise von Behörden übernommen.

Hitziger wurden die Diskussionen bei einem Bauantrag aus Hipflham. Mit zehn zu sechs Stimmen lehnte das Gremium den Tekturantrag ab, hatten sich doch die Bauherren des Grundstücks bei der Terrassen- und Geländegestaltung nicht an den im Rahmen des Freistellungsverfahrens eingereichten Bauplan gehalten, sondern die Gestaltung des Gartens nach dem nicht freigestellten, ersten Bauantrag durchgeführt. Somit ist auch der Antrag auf eine Terrassenüberdachung fürs erste vom Tisch. Die weitere Entscheidung liegt nun in den Händen des Landratsamts Traunstein. rei