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Landratsamt hat auf SEPA umgestellt

Traunstein. Die Haushalte im Landkreis mit eigener Mülltonne kennen das Formular, mit dem das Lastschriftverfahren für die Müllgebühren letztes Jahr nochmals bestätigt werden musste. Inzwischen hat das Landratsamt zum 1. Februar vollständig auf das SEPA-Verfahren umgestellt. Darüber informierte Kreiskämmerer Karlheinz Thiel am Mittwoch den Kreisausschuss.

An die 100 000 Bankverbindungen mussten auf SEPA – die englische Abkürzung für »Single Euro Payments Area«, zu deutsch »Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum« – umgestellt werden. 98 Prozent davon galten Lastschriften aus den Abfallgebühren. Inzwischen nehmen nach Thiel 94 Prozent der Müllgebührenpflichtigen am Lastschriftverfahren teil. Der Rest der Bürger überweist selbst. Durch SEPA verloren rund 43 000 Einzugsermächtigungen grundsätzlich ihre Gültigkeit. Viele hätte man umschreiben können. Der Landkreis aber entschied nach Auskunft des Kreiskämmerers, das ganze System von Grund auf zu erneuern. Aktuell liegt die Lastschriftquote bei 75 Prozent. Thiel dazu: »Das wird sich aber noch erhöhen. Nach acht Monaten haben immer noch nicht alle ihre Formulare an uns zurückgeschickt.«

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In der gleichen Sitzung bewilligte der Kreisausschuss ohne Diskussion einen 25 000 Euro-Zuschuss an die Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Traunstein, für den Betrieb der Selbsthilfekontaktstelle Traunstein in der Crailsheimstraße. Das Zentrum betreut derzeit weit über 100 Selbsthilfegruppen, wie der Landrat berichtete.

Für zwei Punkte aus nichtöffentlichen Sitzungen hob der Kreisausschuss die Geheimhaltung auf, darunter eine Machbarkeitsstudie im Vorfeld der Generalsanierung der Realschule in Trostberg. Den Auftrag bekam das Büro Hitzler Ingenieure aus München zum Preis von 35 000 Euro zuzüglich Nebenkosten und Mehrwertsteuer. Mit der Machbarkeitsstudie soll der sinnvolle und notwendige Umfang einer Generalsanierung überprüft werden – in verschiedenen Varianten bis hin zum Neubau. Ein Wirtschaftlichkeitsvergleich ist anzustellen und mit der Förderbehörde abzustimmen.

Eine weitere Vergabe galt dem Neubau einer Umladestation für Bioabfälle an der Müllumladestation des ZAS Burgkirchen in Weiderting, Gemeinde Nussdorf. Der Kreisausschuss beauftragte das »Ingenieurbüro ia GmbH – Wissensmanagement und Ingenieurleistungen« in München mit den Planungen zu einem Gesamtpreis von 14 329,09 Euro. Weiterhin sei zu prüfen, ob es sinnvoll ist, im Landkreis Traunstein eine eigene Bioabfallvergärungsanlage zu errichten. kd