Landkreisfeuerwehren helfen kroatischen Kameraden

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Voll bepackt war der »DEKON-P« der Feuerwehr Stein. Der spezielle Transportlastwagen brachte Hilfsgüter für die kroatischen Feuerwehren nach Rosenheim. Nach dem Erdbeben in Kroatien im Dezember waren diese sehr willkommen.

Das Erdbeben in Kroatien Ende Dezember hat neben hohen Schäden an der Infrastruktur zahlreiche Menschenleben gekostet. Viele kroatische Feuerwehren haben große Teile ihrer Ausrüstung verloren und sogar ganze Gerätehäuser wurden schwer beschädigt oder zerstört. Dem Hilferuf des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein zur Unterstützung der Kameraden in Kroatien sind zahlreiche Feuerwehren gefolgt. Die gespendete Ausrüstung ist mittlerweile im Katastrophengebiet angekommen und wird bereits an die vom Beben betroffenen Feuerwehren verteilt.


»Uns hat der Hilferuf nach Unterstützung über den Landesfeuerwehrverband Bayern erreicht«, sagt Kreisbrandrat Christof Grundner dem Traunsteiner Tagblatt. »Wir haben sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt, um unseren kroatischen Kameraden schnell und unbürokratisch helfen zu können«. Binnen kurzer Zeit spendeten die Wehren neben Beleuchtungsgeräten, Stromerzeugern, Arbeitsgeräten und Leitern auch Schutzausrüstung und -Kleidung.

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In zahlreichen Feuerwehrgerätehäusern wurden die Spenden zusammengetragen. Ehrenamtliche haben die Ausrüstung und Geräte für den Transport verpackt und schließlich zur zentralen Sammelstelle im Feuerwehrgerätehaus Stein gebracht. Mit dem hier stationierten Katastrophenschutz-Lkw wurden die gesamten Spenden anschließend nach Rosenheim transportiert. Im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Rosenheim wurden sämtliche Spenden für den südbayerischen Raum zusammengetragen.

»Die Ladefläche unseres Lkws war ausgereizt«, freut sich Josef Sieber, der Kommandant der Feuerwehr Stein. Der sogenannte »DEKON-P« der Feuerwehr Stein ist ein »Bund-Fahrzeug« und wurde von der Bundesrepublik Deutschland für die Einheiten des Katastrophenschutzes zur Verfügung gestellt. Im Regelfall wird er speziell für Einsätze genutzt, bei denen die Dekontamination von Einsatzkräften notwendig ist. Mit seiner großen variablen Ladefläche ist er zugleich für Transport- und Logistikaufgaben bestens geeignet.

»Als wir in unseren sozialen Medien erstmals über den Hilfseinsatz berichtet hatten, erreichten uns unzählige Unterstützungsangebote von vielen unterschiedlichen Seiten. Es macht mich schon stolz, dass bei uns die gegenseitige Hilfeleistung einen sehr hohen Stellenwert hat«, freut sich Peter Volk, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein. »Mittlerweile erreichen uns fast täglich Anschreiben der Dankbarkeit aus dem Krisengebiet. Viele kroatische Kameraden schreiben uns und schildern, wie dringend die Spenden der bayerischen Feuerwehren vor Ort gebraucht werden«, so Volk.

Ein Feuerwehr-Konvoi mit 22 voll beladenen Lastwagen startete nun in Richtung Kroatien. Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat die Hilfsaktion der bayerischen Feuerwehren nicht nur unterstützt, sondern war auch selbst bei der Abfahrt vor Ort und verabschiedete die rund 40 Aktiven aus allen Regierungsbezirken. Freudig erwartet wurden die bayerischen Feuerwehren sowohl an der Feuerwehrschule Zagreb als auch bei der Berufsfeuerwehr der Hauptstadt. Dort wurden die rund 15 000 Gegenstände zentral abgegeben und werden von dort weiter verteilt.

hob

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