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Landgericht Traunstein verurteilt Schleuser zu jahrelangen Haftstrafen

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Foto: Montage (dpa; l., Santi Palacios, r. David Ebener)

Traunstein – Ein Iraker und ein Syrer, die zusammen mit anderen Angeklagten Flüchtlinge bandenmäßig nach Deutschland geschleust hatten, müssen jetzt ins Gefängnis.


Zwei der insgesamt drei angeklagten Schleuser verurteilte das Landgericht Traunstein am Freitagnachmittag zu mehrjährigen Haftstrafen. Ein 41-jähriger Iraker muss für vier Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Der zweite Angeklagte, ein 30-jähriger Syrer, wurde zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt.

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Der dritte Angeklagte, ein 41-jähriger Syrer, hatte den Ermittlern den entscheidenden Hinweis auf die beiden anderen Angeklagten gegeben und die Taten gestanden. Er kam mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe davon.

Die drei Schleuser hatten Migranten für über 1000 Euro pro Person über die Balkanroute nach Deutschland eingeschleust. Die Staatsanwaltschaft stellte den Hauptangeklagten für den Tod von mindestens drei Kindern, die beim Kentern eines Bootes im Mittelmeer ihr Leben gelassen hatten, in die Verantwortung. Das Gericht sah die Schuld des Irakers am Tod der Kinder allerdings nicht als erwiesen an. Der verurteilte Iraker ist Oberhaupt eines jesidischen Clans.

th mit Informationen des BR

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