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Landesgartenschau: Traunsteiner Konzept fiel durch

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»Eine negative Tendenz war nicht zu erkennen«, erinnerte sich Oberbürgermeister Manfred Kösterke (links) an die Besichtigung der Kommission am letzten Februartag. Überrascht über die Entscheidung war auch Traunsteins Werbegemeinschaftsvorsitzender Thomas Miller (2. von rechts), der damals den Besuch des Vergabeausschusses begleitet hat. Foto: Brenninger

Traunstein. Im ersten Anlauf gescheitert ist die Stadt Traunstein mit ihrer Bewerbung um die Landesgartenschau 2022. Ebenso erging es dem einzigen Mitbewerber Sonthofen. Keine der Städte erhielt von der Kommission der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen den Zuschlag. Nun wird die Vergabe neu ausgeschrieben.


Beide Konzepte hätten nicht gepasst, erklärte eine Sprecherin gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt. Komplett überrascht von dieser Entscheidung war Oberbürgermeister Manfred Kösterke. »Ich bin davon ausgegangen, dass unser Konzept überzeugt hat«, erklärte er Freitagmittag sichtlich geknickt im Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus. Die Stimmung bei der Besichtigung der Kommission am letzten Februartag sei gut gewesen, die 14 Vertreter hätten reges Interesse an Traunstein gezeigt und auch alle Fragen konnten damals beantwortet werden. »Eine negative Tendenz war damals nicht zu erkennen«, erinnerte sich das Stadtoberhaupt.

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Die Gründe für das Scheitern der Stadt hat die in München ansässige Kommission am Freitag  zusammengefasst und per Post an den Oberbürgermeister geschickt. Bereits vorab hat Kösterke erfahren, dass bei den Bewerberstädten unter anderem die Verfügbarkeit der Flächen sowie die nachhaltige Unterhaltung eine Rolle spielten. »Sobald wir den Brief erhalten haben, werden wir die Punkte mit unserer Beraterfirma 'Mahl Gebhard Konzepte' aus München analysieren«, erklärte Kösterke das weitere Vorgehen. Danach soll der Stadtrat entscheiden, wie es mit der Bewerbung weitergeht. Die Frist für die Landesgartenschau 2022 wurde nun ein weiteres Jahr bis zum 10. März 2015 verlängert. Auch Traunstein könnte sich mit seinem abgeänderten Konzept erneut bewerben. »Ich werde dem Gremium auf jeden Fall empfehlen, dass wir dies auch tun«, so Kösterke.  - Andrea Poschinger

Mehr zum Thema lesen Sie am Samstag, 22. März, im Traunsteiner Tagblatt.