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Lärmschutz beim Gut Steinbach wird beachtet

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Als Satzung beschlossen wurde die Änderung des Bebauungsplans »Gut Steinbach«. Unser Bild zeigt das im Bau befindliche Empfangsgebäude als Teil des Hotelbetriebs, links daneben das Stammhaus Gut Steinbach. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Da der Immissionsschutz eingehalten wird, beschloss der Gemeinderat jetzt die Änderung des Bebauungsplans »Gut Steinbach« als Satzung. Ebenfalls seinen Abschluss fand das Verfahren zum Bebauungsplan »Tiroler Straße-West«. Außerdem ging es in der Sitzung um eine einmalige Unterstützung des Heimat- und Geschichtsvereins Achental und um eine Schenkung des Malers und Grafikers Sepp Hartmann an seine Heimatgemeinde Reit im Winkl.


Zentrales Empfangsgebäude mit Lounge nur für Gäste

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Nach der bereits erfolgten Einleitung eines Verfahrens zur Änderung des Bebauungsplans »Gut Steinbach« befasste sich der Gemeinderat jetzt mit den daraufhin eingegangenen Einwendungen im Rahmen der durchgeführten Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung. Durch die Maßnahme sollen die baurechtlichen Grundlagen geschaffen werden, statt einer bisher im südlichen Teil des Geltungsbereichs geplanten zweiten Gastronomie, die auch für die Öffentlichkeit genutzt hätte werden können, ein zentrales Empfangsgebäude mit Lounge ausschließlich für die Gäste von Gut Steinbach zu errichten.

Von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Traunstein lag eine Stellungnahme vor, wonach anhand der vorliegenden Unterlagen nicht ersichtlich sei, ob beziehungsweise welche Auswirkungen sich durch die Änderung im Hinblick auf den Immissionsschutz ergeben können. Es wurde empfohlen, mit dem bei der ursprünglichen Planung beigezogenen schalltechnischen Beratungsbüro Rücksprache zu halten.

Bürgermeister Josef Heigenhauser erläuterte dazu, dass im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans ein Schallschutzgutachten erstellt wurde. Darin sei festgestellt worden, dass sich durch das Vorhaben keine Nachteile auf den Immissionsschutz ergäben. Weder ändere sich die Schutzbedürftigkeit in Bezug auf den Betrieb der angrenzenden Skisprunganlage, noch sei mit einer zusätzlichen Erhöhung des Verkehrsaufkommens durch die Errichtung des Empfangsgebäudes zu rechnen.

Der Gemeinderat beschloss, die Begründung zum Bebauungsplan dahingehend zu ergänzen, dass der Sachverhalt zum Lärmschutz mit aufgenommen wird. Somit stand nichts mehr im Wege, den vorhabenbezogenen Bebauungsplan »Gut Steinbach« mit der soeben überarbeiteten Begründung als Satzung zu beschließen. Ebenfalls als Satzung beschlossen wurde der Bebauungsplan »Tiroler Straße- West«.

1000 Euro für Almenprojekt

Dies konnte geschehen, weil die Untere Immissionsschutzbehörde in ihrer bei der Gemeinde eingegangenen Stellungnahme festgestellt hatte, dass mit den beigefügten Unterlagen, insbesondere der erfolgten schalltechnischen Untersuchung, die fachlichen Mängel einer früheren Begutachtung bereinigt seien.

Vom Heimat- und Geschichtsverein Achental lag ein Antrag vor, sein Projekt zur Erfassung der Almen, des Almwesens und deren Geschichte in einer internetbasierten Datenbank zu bezuschussen. In dem entsprechenden Antragsschreiben wird versichert, dass schon etwa 90 von 175 Almen erfasst wurden. Kompetente Almkenner wie Rupert Wörndl, Helmut Birner, Fritz Irlacher und Franz Höflinger seien im Erfassungsteam oder stünden beratend zur Seite. Das Projekt sei auch beim Almwirtschaftlichen Verein Oberbayern und bei den hiesigen Almbauern auf ein sehr positives Echo gestoßen. Der Gemeinderat begrüßte das Vorhaben und beschloss, dieses mit einer Einmalzahlung von 1000 Euro zu unterstützen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung gab Bürgermeister Josef Heigenhauser bekannt, dass der in Reit im Winkl gebürtige Maler und Grafiker Sepp Hartmann der Gemeinde fünf Ölbilder aus seiner Hand von Plätzen und Häusern in Reit im Winkl als Schenkung übergeben hatte.

Die Gemeinde werde diese im Sitzungssaal und in der Gemeindeverwaltung dauerhaft ausstellen. Der Rathauschef bedankte sich herzlich bei Sepp Hartmann für die großzügige Schenkung, die zusätzlich noch Glasplatten-Negative enthält, die Ortsansichten und Personen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zeigen. sh