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»KunstWortKunst«-Preisträger wurden ausgezeichnet

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Konstantin Mayer (von links), Tanja Seiler, Matthias Wallner und Anna-Maria Kraftzick sind die vier Preisträger des Wettbewerbs »KunstWortKunst«, an dem sich 48 Schüler des Schulclusters Altötting/Traunstein beteiligt haben. (Foto: Rasch)

Traunreut – Als Betrachter von Kunst fragt man sich oft: Was soll das? Was wollen uns zeitgenössische Künstler wie Warhol, Baseltiz und ähnliche damit sagen? Auf genau diese Fragen haben 48 literaturbegeisterte Schüler aus neun Gymnasien der Landkreise Traunstein und Altötting eine Antwort gefunden. Sie haben sich im Rahmen eines Wettbewerbs ein Kunstwerk im Traunreuter Museum DASMAXIMUM ausgesucht und sich davon inspirieren lassen. Herausgekommen sind außergewöhnliche und kreative »Schreib«-Gedanken, hinter denen sich ein Pseudonym verbirgt.


Vier Textbeiträge wurden bei der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs »KunstWortKunst« in der Aula des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums Traunreut (JHG) mit gleichwertigen Preisen prämiert. Preisträgerin Anna-Maria Kraftzick vom Landschulheim Schloss Ising hat sich unter dem Künstlernamen »Schwarzblau« in einem Thomas-Bernhard-Portrait von Maria Zerres von ihren eigenen Erinnerungen inspirieren lassen. Tanja Seiler, alias »AriesRa« vom Kurfürst-Maximilian-Gymnasium Burghausen, entdeckte in Georg Baselitz' Fahrradfahrer einen »Held, der sich selber was vormacht, einen Hamster im Rad, der wie ein Athlet rennt und rennt und dennoch nicht weiterkommt«.

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Mit dem berühmten »Tintenklecks« Rorschach Gemälde von Andy Warhol befasste sich Matthias Wallner (alias »matrix«) vom Chiemgau-Gymnasium Traunstein. Als vierter Preisträger ließ Konstantin Mayer (alias »Gregor Samsa«) vom JHG seine Gedanken zu Uwe Lausens Ölportrait »Denken ist ungesund« kreisen.

Alle vier Textbeiträge wurden stellvertretend für alle eingereichten Arbeiten voll inhaltlich von den Jurymitgliedern Christine Knödler, Kinder- und Jugendliteraturkritikerin aus München, und dem Chieminger Schriftsteller Norbert Niemann vorgelesen. Eine Auswahl aller Artikel wurde auch in einer Broschüre, die im Anschluss an die Veranstaltung mit einem kleinen Imbiss reißenden Absatz fand, unter dem jeweiligen Pseudonym veröffentlicht.

Unter dem Applaus der zahlreichen Ehrengäste, Sponsorenvertreter und Schulleiter wurden nach einer musikalischen Einstimmung der BigBand des JHG zunächst alle Wettbewerbsteilnehmer auf die Bühne gebeten und erhielten von JHG-Schulleiter, Dr. Robert Anzeneder, eine Schreibfeder.

Der Wettbewerb, der im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit zwischen dem »Maximum« und den neun Gymnasien des Schulclusters Altötting/Traunstein und dem Freundeskreis DASMAXIMUM ins Leben gerufen wurde, fand auch bei seiner zweiten Auflage wieder ein sehr großes Interesse. »Wir mussten die Zahl sogar beschränken«, sagte Anzeneder, der gleichzeitig Vorsitzender des Schulclusters und des Freundes- und Förderkreises DASMAXIMUM ist.

Allen Teilnehmern, die sich in ihrer Freizeit sehr ausgiebig diesen kreativen Schreiben gewidmet und Entsprechendes abgeliefert hätten, gelte großer Respekt, sagte Anzeneder. Neben dem JHG, dem Chiemgau-Gymnasium Traunstein, dem Landschulheim Schloss Ising und dem Kurfürst-Maximilian-Gymnasium Burghausen, die die Preisträger stellten, beteiligten sich Schüler des Annette-Kolb-Gymnasiums Traunstein, des Aventinus-Gymnasiums Burghausen, des Herzhaimer-Gymnasiums Trostberg sowie des König-Karlmann-Gymnasiums Altötting und der Schule Schloss Stein an dem Wettbewerb.

Präsente gab es auch für die sieben Jurymitglieder, die sich sehr intensiv mit den Arbeiten auseinandergesetzt haben. »Wir haben uns die Köpfe heiß geredet«, bestätigte Christine Knödler. In der Jury saßen neben Knödler und Niemann der Kulturbeauftragte der Stadt Burghausen, Markus Ballerstaller, der Chieminger Kunsterzieher Klaus Ballerstedt, die Germanisten Claudia Feuerstein-Hüttenhofer aus Kirchweidach und Hans-Peter Gärditz aus Burghausen sowie die Kunsthistorikerin und Direktorin des Maximums, Dr. Birgit Löffler.

Die Veranstaltung nahmen die Clusterbeauftragten auch zum Anlass, dem scheidenden Direktor des JHG und Kunstliebhaber Dr. Robert Anzeneder ein vorzeitiges Abschiedsgeschenk in Form eines gebundenen »KunstWortKunst«-Buches zu überreichen. Damit könne auch er sich ab dem 1. August im Schreiben versuchen. Das »Maximum« biete dazu ausreichende Textvorlagen, so Werner Wennesz vom Chiemgau-Gymnasium. ga