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Kulturstätten zusammenführen

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Traunstein. Erneut diskutierte die Traunsteiner SPD im Gasthof Sailer-Keller mit Bürgern über die Frage »Brauchen wir ein Kunst- und Kulturzentrum in Traunstein?«. Die Fraktionsvorsitzende Ingrid Bödeker erklärte dazu, dass Traunstein diese Frage ganz klar bejahen müsse.


In den vergangenen Jahren habe sich eine anspruchsvolle Kulturszene in Traunstein entwickelt, zum großen Teil in der Klosterkirche. Kultur müsse weiterhin einen bedeutenden Stellenwert in Traunstein haben.

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»Altstadt aufwerten«

Die ehemalige Kulturreferentin Sigrid Ackermann erinnerte daran, dass die Kulturvereinigung ARTS seit ihrer Gründung 1992 den Kunstraum Klosterkirche für Konzerte und Ausstellungen nutze. Sie sprach sich dafür aus, die Altstadt mit einem Kunst- und Kulturzentrum aufzuwerten. Franz Baumann wünschte sich einen »markanten kulturellen Schwerpunkt« in Traunstein.

Er sei überzeugt, dass das Ensemble Kunstraum Klosterkirche, Städtische Galerie, Kleinkunstbühne und Schule eine »Strahlkraft« entfalten werde. »Wenn schon saniert wird, soll man auch etwas Großes schaffen«, betonte er.

Konrad Obermaier, der das Projekt als Mitglied der Arbeitsgruppe seit über einem Jahr begleitet hat, sah das genauso. Auf die Baukosten angesprochen erklärte er, dass in Abschnitten gebaut werde und staatliche Fördermittel von mehr als der Hälfte der Bausumme zugesagt seien.

Auch die Folgekosten für Klosterkirche und Kleinkunstbühne seien sehr wohl berechnet worden. Der Bauhof werde für die Bestuhlung zuständig sein, und die Stadt werde auch weitere Personalkosten übernehmen.

Auf die Frage nach möglichen anderen Standorten sagte er, dass die Stadt in den letzten Jahren verschiedene Alternativen geprüft habe, die sich alle nicht im Eigentum der Stadt Traunstein befinden. Ihm sei es jedoch wichtig, dass nicht Fremdes finanziert, sondern in Eigenes auf städtischem Grund investiert werde. Das bekräftigte Ortsvorsitzender Christian Kegel: »Kunst gibt es nicht zum Nulltarif, und nur die wenigsten Veranstaltungen tragen sich selber. Da wird die Stadt immer in der Verantwortung stehen.«

Peter Forster meinte, auch die Ludwig-Thoma-Schule werde von der Baumaßnahme profitieren. Aula und Küche können mitbenutzt werden, und der Pausenhof werde ein neues Gesicht bekommen, ob nun die Kleinkunstbühne dort kommt oder nicht. Bei der Ausgestaltung könnten Schüler, Lehrer und Eltern mitbestimmen. Das Projekt bedeute eine enorme Steigerung der Attraktivität des Stadtzentrums und der Ludwigstraße.

Belebung der Ludwigstraße

Das bekräftigte auch Christiane Breit, die gegenüber der Klosterkirche ein Geschäft betreibt. Sie verspreche sich eine Belebung der Ludwigstraße, auch wenn die meisten Veranstaltungen erst abends stattfinden.

Traudl Wiesholer-Niederlöhner sagte, Klosterkirche und Galerie würden barrierefrei, man schaffe Technikräume, Foyer und Künstlergarderoben. Außerdem werde man die Klosterkirche dann auch im Winter nutzen können. Wichtig sei ihr auch, die Traunsteiner Kulturstätten an einem zentralen Ort zusammenzuführen.