weather-image
20°

Kulturpreis für Helmut Wittmann

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Aus den Händen von Kreisvorsitzendem Heinz Wallner (rechts) erhielt Dr. Helmut Wittmann die Urkunde zum Kulturpreis. Der Seeoner hatte sich besonders für die Mundart-Initiative des Bayernbunds eingesetzt. (Foto: Buthke)

Chieming – Für jahrzehntelanges, ehrenamtliches Engagement im sozialen, kirchlichen und kulturellen Bereich im Landkreis Traunstein ehrte der Kreisverband des Bayernbunds Dr. Helmut Wittmann aus Seeon mit seinem Kulturpreis. Urkunde und Medaille übergaben dem Ministerialdirigenten a.D. der Kreisvorsitzende Heinz Wallner und der Landesvorsitzende Adolf Dinglreiter beim Thomafischer in Chieming.


Wallner hob besonders Wittmanns Einsatz bei der Initiative »Freude an der Mundart wecken und verstärken« der Bayernbund-Kreisverbände Traunstein und Rosenheim hervor. Ziel der Initiative ist es, mit Unterstützung von Ansprechpartnern aus Literatur, Brauchtum, Musik, Geschichte, Handwerk, Kunst sowie Natur- und Umweltschutz bei Kindern und Jugendlichen Freude an der eigenen Mundart zu wecken, diese zu fördern und die Wertschätzung für den bairischen Dialekt zu entwickeln.

Anzeige

Als kundiger und launiger Laudator mit Unterhaltungswert konnte der ehemalige Abteilungsleiter Volksmusik beim Bayerischen Rundfunk, Fritz Mayr, gewonnen werden. Der Bayernbund stehe für eine gute Sache, nämlich die schöne bairische Sprache zu bewahren und zu erhalten. Nach den neuesten Umfragen sei die südbairische Mundart wieder mit Abstand die beliebteste in ganz Deutschland, sagte Mayr.

Helmut Wittmann wurde 1944 in Seeon geboren. Er hat Lehramt für Grund- und Hauptschule, Pädagogik, Psychologie, Soziologie »und noch allerhand studiert«, so Mayr. Wittmann wurde am Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn zum Ministerialdirigenten im Kultusministerium berufen, hat zahlreiche Bücher und Schriften veröffentlicht, mehrere Ehrenämter bekleidet und auch große Auszeichnungen wie das Bundesverdienstkreuz bekommen. Von Mayr bekam er zusätzlich zu der Ehrung des Bayernbunds noch eine goldene Maultrommel überreicht.

Es sei gelobt und übertrieben worden, dass sich die Balken gebogen hätten, sagte Wittmann. »Aber, wenn i ehrlich bin, guat hot’s scho do.« Er gebe den Weihrauch und Ruß an alle weiter, die ihm fünf Jahre bei dem Mundart-Projekt geholfen hätten. Er freue sich schon deswegen, weil er mit Vorgängern als Preisträger wie dem Bildhauer Andreas Kuhnlein und der Schauspielerin Bettina Mittendorfer in den Bayernbund-Olymp gehoben worden sei. Bjr