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Kultur- und Jugendkulturtage: Das Programm steht

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Groß war die Freude bei Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke (von links), seinem Traunreuter Kollegen Franz Parzinger, dem stellvertretenden KJR-Vorsitzenden Georg Schmid (von rechts) und Landrat Hermann Steinmaßl, als Bezirkstagspräsident Josef Mederer die ersten druckfrischen Exemplare des 115-seitigen Programmheftes verteilte. (Foto: Poschinger)

Traunstein. Nur noch ein knapper Monat, dann starten am 13. Juli die Kultur- und Jugendkulturtage in Traunreut. Dann blickt der ganze Bezirk Oberbayern auf den Landkreis Traunstein, in dem in acht Tagen insgesamt 100 kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Ab heute wird in den Gemeinden und Städten das dazugehörige Programmheft verteilt. Darin ist alles Wichtige auf 115 Seiten zusammengefasst.


Die ersten Exemplare wurden gestern im Landratsamt von Bezirkstagspräsidenten Josef Mederer an Landrat Hermann Steinmaßl, Georg Schmid als stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisjugendrings sowie den Traunsteiner Oberbürgermeister Manfred Kösterke und seinen Traunreuter Amtskollegen Franz Parzinger übergeben. Die weiteren 25 000 Stück liegen ab dieser Woche in den Behörden, Geschäften und sozialen Einrichtungen im Landkreis auf. Aber auch im Internet ist das umfangreiche Programm der Kulturtage zu finden. Dort kann man nach einzelnen Tagen oder auch Veranstaltungsorten suchen. Ergänzt wird das Onlineangebot durch einen Auftritt im sozialen Netzwerk Facebook, wo unter anderem ein Gewinnspiel auf die Besucher wartet.

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»Wir hatten auch bisher schon viele kulturelle Veranstaltungen im Landkreis, aber damit betreten wir jetzt eine neue Dimension«, freut sich Steinmaßl auf die vollgepackten acht Tage im Juli. Mit den Kulturtagen 2013 findet das Projekt zum ersten Mal in einem Landkreis statt. Bisher waren immer nur Städte bei der Ausrichtung im Zwei-Jahres-Rhythmus zum Zug gekommen, zuletzt Eichstätt 2011 und Starnberg 2009.

Neben den beiden Hauptveranstaltungsorten Traunstein und Traunreut sind über ein Dutzend weitere Gemeinden am Programm beteiligt. Ein besonderer Höhepunkt wird dabei der »Sonderzug Kultur« sein, der am 14. Juli zwischen Waging, Traunstein, Traunreut und Trostberg fährt. »Über 35 Gruppen sind dann an Aktionen an den Bahnhöfen und im Zug beteiligt«, erklärt Kerstin Schwabe, Pressesprecherin des Bezirks.

Die beiden Städte Traunstein und Traunreut sollen sich bei einem Begegnungslauf am 19. Juli näher kommen. Dabei wollen auch die beiden Bürgermeister Parzinger und Kösterke zumindest einen kleinen Teil der Strecke mitlaufen. Großer Auftakt der Kulturtage ist aber bereits am Wochenende zuvor. Am Samstag, 13. Juli, werden erst im k1 drei Ausstellungen eröffnet, ehe es in Traunstein einen Festzug und ein großes Bühnenprogramm gibt.

Für viele Veranstaltungen der Kulturtage ist der Eintritt frei. »Für alle anderen konnten wir die Kosten durch die großzügigen Sponsoren aber gering halten«, erklärt Petra Kellermann, Projektbetreuerin des Bezirks. Karten gibt es ab sofort zu kaufen. Zentrale Vorverkaufsstelle ist das k1 in Traunreut, alle weiteren Stellen sind im Programmheft aufgelistet.

Kosten liegen bei über 300 000 Euro

Wichtig für Bezirkstagspräsidenten Josef Mederer ist bei den Kulturtagen vor allem der Inklusionsgedanke. »Wir wollen neben Jung und Alt auch Menschen mit und ohne Behinderung zusammenführen«, erklärt Mederer. Ein Beispiel dafür ist neben der Aktion um die Symbolfigur »TrauDi« auch ein Tanzprojekt mit Gehörlosen und Hörenden.

Insgesamt über 300 000 Euro kosten die Kulturtage 2013. Finanziert werden sie neben dem Bezirk vom Landkreis, den Städten Traunstein, Trostberg, Tittmoning und einigen Gemeinden sowie mehreren Sponsoren. Auch wenn dies auf den ersten Moment nach viel klinge, müsse man laut Mederer in diesem Zusammenhang aber die Nachhaltigkeit sehen. »Wir legen mit den Kulturtagen die Saat, die dann in den nächsten Jahren aufgehen soll«, so der Bezirkstagspräsident. So wird etwa vom Kreisjugendring eine Freilichtbühne in Chieming und ein mobiler Zirkuswagen gebaut. Beide Einrichtungen verbleiben auch nach den Kulturtagen im Landkreis und sollen das kulturelle Leben bereichern. apo